GM: „Pro NRW“ droht mit rechtlichen Schritten

Posted on 26. April 2012 von


RADEVORMWALD – Mit rechtlichen Schritten hat die rechtspopulistische Partei „pro NRW“ Medien gedroht, die „Falschmeldungen“ im Zusammenhang mit der gestrigen Razzia gegen Neonazis vom „Freundeskreis Rade“ verbreiten.

Der stellvertretende „pro“-Vorsitzende Jörg Uckermann, der selbst in eigener Sache über reichlich Gerichtserfahrung verfügt*, beteuerte: „Es wurde kein Mitglied von PRO NRW und schon gar kein Funktionär von der Polizei verhaftet.“ Medien hatten unter Berufung auf Ermittler berichtet, bei zwei der drei Festgenommenen seien „pro NRW“-Mitgliedsausweise gefunden worden.

Den scheinbaren Widerspruch erklärte der „pro“-Vorsitzende Markus Beisicht gegenüber dem Kölner Express so: Die beiden Verdächtigen seien bereits vor sechs Monaten ausgeschlossen und gestrichen worden. Einer habe seinen Beitrag nicht gezahlt, der andere habe Kontakt „zu den falschen Leuten“ gehabt.**

Zur Personalie Tobias Ronsdorf gibt es bislang keine neue Stellungnahme der selbst ernannten „Bürgerbewegung“. Auch gegen Ronsdorf, Ratsmitglied in Radevormwald und Mitglied des  „pro NRW“-Bezirksvorstands im Bergischen Land, richten sich die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft Medienberichten zufolge. (red.)

* http://www.ksta.de/html/artikel/1332173190882.shtml

** http://www.express.de/koeln/mehr-als-100-maenner-im-einsatz-schlag-gegen–freundeskreis-rade-,2856,14995458.html

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