D: Update zur Düsseldorfer DÜGIDA-Demo am 8. Dezember

Posted on 3. Dezember 2014 von


DÜSSELDORF – Wie berichtet hat der Düsseldorfer PEGIDA-Ableger DÜGIDA („Düsseldorf gegen die Islamisierung des Abendlandes“) um Angela und Alexander Heumann für den Abend des 8. Dezembers eine als „1. Spaziergang“ und „Auftaktveranstaltung für NRW im Geiste der PEGIDA-Demonstrationen in Dresden“ bezeichnete Aktion unter dem Motto „NRW gegen Islamisierung“ vor dem nordrhein-westfälischen Landtag angemeldet. Währenddessen haben über 1.000 „Abendland“-VerteidigerInnen ihre beabsichtigte Teilnahme bekundet.

Das gesamte Rechtsaußen-Spektrum mobilisiert

Trotz der erwartungsgemäß erfolgten verbalen Distanzierung der selbsternannten „Bürgerbewegung“ von „Rechtsextremen oder Rassisten“ sowie „jeglichem Extremismus“ und der Betonung einer Überparteilichkeit ist für DÜGIDA und PEGIDA klar, wo der Feind steht: der „islamische Extremismus, der neben dem Linksextremismus aus unserer Sicht eines der größten aktuellen Probleme in diesem Land darstellt“. Auch wenn die eine oder andere verbale Distanzierung einige AnhängerInnen extrem rechter bis neonazistischer Gruppierungen aktuell verärgert, so mobilisiert nahezu die gesamte regionale extreme Rechte nach Düsseldorf. Unter anderem mit dabei sind „pro Köln“, „pro NRW“, „Die Republikaner“, die Düsseldorfer DB-Burschenschaft „Rhenania Salingia“, der NPD-Landesverband und einige Kreisverbände der „Die Rechte“. Als Redner wird der „Die Freiheit“-Vorsitzende Michael Stürzenberger angekündigt, der bereits – ebenso wie Alexander Heumann – bei der HOGESA-Kundgebung in Hannover eine Rede hielt. Und so verwundert es auch nicht, dass sich einzelne Hooligans bereits als Ordner für den 8. Dezember zur Verfügung gestellt haben. „Vom rassistischen Stammtischpersonal und Bürgermob über RechtspopulistInnen, NPD-ParteigängerInnen und rechten Hooligans bis hin zu organisierten, militanten Neonazis ist alles vertreten, was das heutige Rechtsaußen-Spektrum hergibt“, so „Antifaschistinnen und Antifaschisten aus Düsseldorf“ in einer heutigen Pressemitteilung: „Beim Thema ‚Gegen die Islamisierung des Abendlands‘ verwundert dieses Bündnis nicht: Der gemeinsame Feind ist eine multikulturelle Gesellschaft – transportiert über Begrifflichkeiten wie ‚Salafismus‘ und ‚Islamisierung‘, der gemeinsame Bezugspunkt heißt Nationalismus.“

„Regelmäßiger Abendspaziergang im Sinne der Dresdner Montagsdemos“

„Selbst die Polizei erwartet 1000 Leute“, teilte DÜGIDA kurz nach ihrem gestrigen Kooperationsgespräch mit der Polizei mit. Bereits zuvor war auf dem rassistischen Blog „pi-news“ zu lesen, dass „diese erste Demonstration […]  stationär“ sei, sich „aber schon beim nächsten Mal ebenfalls zu einem regelmäßigen Abendspaziergang im Sinne der Dresdner Montagsdemos“ entwickeln werde. Die Polizei habe sich dennoch schon für den 8. Dezember, so DÜGIDA, „zu einem romantischen Spaziergang der Demo am Rhein breitschlagen lassen“. Man gehe „am Fernsehturm vorbei, am Bürgerpark am Rhein entlang“, mache „dann eine Kurve“ und gehe „an der anderen Seite des Bürgerparks an der Seite des Hafenbeckens zurück zum Anfangspunkt. Keine lange, aber wunderschöne Strecke!“ Kurz nach der Veröffentlichung der Demoroute war diese auch schon wieder von der DÜGIDA-Seite verschwunden.

 

 

 

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