„Ruhrpott-West“: „Kategorie C“-Konzert fand in Belgien statt

Posted on 7. Dezember 2014 von


WESTLICHES RUHRGEBIET/BELGIEN – Schon seit September kündigte die extrem rechte Hooligan-Band “Kategorie C” für den 6. Dezember ein “Nikolaus Festival” in der Region “Ruhrpott West” an (nrwrex berichtete). Dieses Mal ging es aber nicht – wie so oft zuvor – in die Niederlande, sondern in den nur wenige Kilometer von der niederländischen und der deutschen Grenze entfernt gelegenen Ort Montzen (Provinz Lüttich) in Ostbelgien, südwestlich von Aachen.

Etwa 300 BesucherInnen

Auf der Bühne der anmietbaren Veranstaltungslocation „Salle l’hirondelle“ in der Rue de la Gare standen neben KC auch die angekündigten Bands „Pitbullfarm“ (Schweden), „The Firm“ („Rotterdam Oi“, NL) sowie „Tattooed Mother Fuckers“ (GB). Eingefunden hatten sich zirka 300 BesucherInnen, die meisten hatten die übliche Schnitzeljagd über einen Schleusungspunkt direkt hinter der deutsch-belgischen Grenze hinter sich gebracht. Trotz des konspirativen Ablaufs veröffentlichte KC am Abend die Adresse des Veranstaltungsorts auf der Bandhomepage, eine sehr ungewöhnliche Maßnahme. Offenbar ist sich die Band ihrer Sache im benachbarten Ausland relativ sicher. Probleme von Seiten der Polizei gab es auch dieses Mal nicht, lediglich eine Handvoll PolizistInnen beobachtete das Geschehen. Auch antifaschistische Proteste waren nicht zu verzeichnen.

Mobilisierung zu PEGIDA/DÜGIDA-Demos

Im prall gefüllten Veranstaltungssaal herrschte eine sehr aggressive Stimmung, „HOGESA“ und „Anti-Antifa“-Parolen erfreuten sich höchster Beliebtheit, mangels AntifaschistInnen und „Salafisten“ mussten sich die BesucherInnen, unter ihnen viele Frauen, jedoch mit mehreren Schlägereien untereinander begnügen. KC-Frontmann Hannes Ostendorf rief von der Bühne aus dazu auf, an den PEGIDA- bzw. DÜGIDA-Demos in Dresden und Düsseldorf teilzunehmen.

 

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