E: HoGeSa kündigt Aufmarsch am 18. Januar an (2 Updates)

Posted on 29. Dezember 2014 von


ESSEN – Die „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) wollen am 18. Januar in Essen aufmarschieren. Dies wurde gestern in einer Videobotschaft bekannt gegeben. Darin wendet sich der Herner Andreas „Kalle“ Kraul an die HoGeSa-Gefolgschaft: „Wir lassen in Deutschland nicht zu, dass wir von den Leuten terrorisiert werden. Wenn wir Terror haben wollen, machen wir ihn selber. Und das tun wir jetzt. Wir machen Essen 2.0. Wir rocken den Pott. Wir sind am 18.1. in Essen wieder da.“

Herner Hooligan mobilisiert nach Essen

Kraul war im Oktober zum Regionalleiter West von HoGeSa ernannt worden. Nach dem HoGeSa-Aufmarsch in Köln, wo es zu Attacken auf Polizeikräfte sowie PassantInnen und AnwohnerInnen durch die Hooligans und Neonazis gekommen war, hatte Kraul seinen Rückzug von HoGeSa bekannt gegeben. (nrwrex berichtete) Nun tritt er wieder offiziell als Sprecher des „HoGeSa-Teams“ auf. In einer früheren Meldung von HoGeSa hieß es, dass die nächsten Aufmärsche im Jahr 2015 erst im Februar im „Osten“ und im April im „Süden“ stattfinden sollten. Von einer weiteren Aktion in NRW war zunächst nicht die Rede gewesen, lediglich ein „Solidaritätskonzert“ mit mehreren RechtsRock-Bands kündigte HoGeSa für den 24. Januar im „Ruhrpott West“ an. (nrwrex berichtete)

Versammlung bei der Polizei angemeldet

Der Polizei Essen liegt nach Informationen von Der Westen die Anmeldung einer Versammlung vor, die am 18. Januar in der Zeit von 14 bis 18 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz am Essener Hauptbahnhof stattfinden soll. Der Veranstalter habe 4000 Teilnehmende angekündigt und das Motto solle „Keine Islamisierung – Deutschland gegen radikalen Salafismus“ lauten. In Essen fand am 21. September bereits das erste „Treffen“ der „Hooligans gegen Salafisten“ statt, das von der Polizei aufgelöst wurde.

 

1. Update, 6.01.2015 – 14:00 Uhr

Die „Hooligans gegen Salafisten“ bekommen Unterstützung durch die „Bürgerbewegung pro NRW“. Forderungen nach einem Verbot der HoGeSa-Kundgebung und dem Einsatz der polizeilichen Reiterstaffel erteilt die Partei eine Absage und fordert – ungeachtet der schweren Auseinandersetzungen zwischen HoGeSa-AnhängerInnen und der Polizei bei dem Aufmarsch in Köln – zu „mehr Gelassenheit und insbesondere zu mehr Sachlichkeit im Umgang mit der islamkritischen Demonstration“ auf. „Wir werden am 18. Januar genau hingucken, ob es möglich ist, auch in Essen friedlich gegen die schleichende Islamisierung zu demonstrieren“, lässt sich die Kreisverbandsvorsitzende Christine Öllig zitieren.

Das Bündnis „Essen stellt sich quer“ ruft zu Gegenprotesten auf. Auch Essens Oberbürgermeister hat seine Ablehnung der HoGeSa-Veranstaltung ausgedrückt.


2. Update, 8.01.2015 – 21:00 Uhr

Die Essener Polizeipräsidentin hat die HoGeSa-Demonstration verboten.

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Posted in: Allgemeines