D: Rechtsintellektueller „Zwischentag“-Messekongress geht in die zweite Runde

Posted on 30. Juli 2014 von


DÜSSELDORF – Exakt eine Woche nach ihrem präventiven Rauswurf aus einem Düsseldorfer Hotel (nrwrex berichtete) melden die Veranstalter des für den 6. September in der Landeshauptstadt geplanten „Zwischentags“, man habe neue Räumlichkeiten gefunden, allerdings nicht mehr „ganz so zentral“. Zwischenzeitlich wurde auch eine vorläufige Liste der „Aussteller“  veröffentlicht, die sich auf dem „Zwischentag“ präsentieren wollen.

Nicht mehr „ganz so zentral“

Man habe „mit einem neuen Hotel einen Vertrag abgeschlossen“, so der Veranstalterkreis um Felix Menzel. Zwar würde die Veranstaltung nach wie vor „im Großraum Düsseldorf“ stattfinden, aber „ganz so zentral“ sei das neue Hotel nicht gelegen: „aber trotzdem erstklassig“. Offenbar hatte es dieses Mal nur für eine Örtlichkeit in einem der Außenbezirke Düsseldorfs oder im Düsseldorfer Umland gereicht, zuvor hatte man Tagungsräume in der Düsseldorfer Innenstadt angemietet.

Liste der „Aussteller“

Vorgestern hatten die „Zwischentag“-Veranstalter auch eine vorläufige Liste der „Aussteller“, also eine Auflistung der sich präsentierenden Verlage, Zeitschriften, Organisationen und sonstigen Projekte, veröffentlicht. Erwartungsgemäß am Anfang der  Liste zu finden sind die „Zeitschrift Sezession“, das „Institut für Staatspolitik“, die „Blaue Narzisse“ und der „Verlag Antaios“, allesamt eng mit dem Veranstalterkreis verbandelt. Weiterhin die Verlage „Ares“, „Telesma“, „Uwe Berg“, „Regin“, „Kyffhäuser“ und „Ahriman“. Nicht fehlen dürfen auch die „Deutsche Burschenschaft“ (DB), die rassistischen Projekte „Politically Incorrect“ und „Bürgerbewegung Pax Europa e.V.“ , die nicht minder rassistische und nach wie vor an diversen Kiosken erhältliche Monatspostille „Zuerst!“, die „Identitäre Bewegung Deutschland“, „zusammen mit Identitäre Bewegung Schweiz“, und das „identitäre“ Projekt „Phalanx Europa“. Hinzu kommen die Projekte „KonMo“ (mit dem Anspruch, „konservative Werte mit Alltagsmode zu verknüpfen“), „Neue Ästhetik“, „Rechts Actueel und Radio Rapaille (Belgien)“, der „Mut zum Hirsch“-Maler und selbst ernannte „Deutschtümler“ Hubert Döring aus Kempen (Kreis Viersen) sowie die „Initiative Forum für Zeitgeschichte e.V.“.

Lokale Bezüge

An lokalen Bezügen ist auf den ersten Blick wenig zu erkennen. Zu erwarten ist aber eine Teilnahme der Düsseldorfer DB-Burschenschaft „Rhenania Salingia“ sowie der regionalen Struktur der „Identitären“. Und auch der eine oder andere Aktivist aus der lokalen extremen Rechten oder „Alternative für Deutschland“-Akteur könnte versucht sein, mal vorbeizuschauen.  Der Düsseldorfer AfD-Kreisverband hatte zwar auf Nachfrage der Lokalpresse mitgeteilt, nicht teilzunehmen, „es könne aber sein, dass Mitglieder anderer Untergliederungen dabei seien“. Oder auch der eigenen: Schließlich ist ein Düsseldorfer AfD-Kommunalwahlkandidat, der als AfD-Rechtsausleger bekannte Rechtsanwalt Alexander Heumann, frisch gewähltes Bundesvorstandsmitglied der teilnehmenden „Bürgerbewegung Pax Europa„.

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