Tipp: Vortrag zum Thema „Neonazismus in Bayern. Die bayerische Geschichte des NSU und aktuelle Bestandsaufnahme“

Posted on 8. Mai 2014 von


DÜSSELDORF – Zu einem Vortrag mit Diskussion über das Thema „Neonazismus in Bayern. Die bayerische Geschichte des NSU und aktuelle Bestandsaufnahme“ lädt die seit 2002 existierende Düsseldorfer Veranstaltungsreihe „INPUT – antifaschistischer Themenabend“ für Montag, 26. Mai 2014, ins Düsseldorfer “Zentrum Hinterhof”, Corneliusstr. 108, ein. Beginn ist 19.30 Uhr. Als Referent wird der Journalist Robert Andreasch angekündigt, der zur Zeit für die „Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München“ (a.i.d.a. e.V.) und die Initiative „NSU-Watch“ den NSU-Prozess vor dem Münchner Oberlandesgericht dokumentiert.

“Bis 2005 haben die Neonazis in Bayern fünf Menschen erschossen. Bayerische Unterstützer_innen halfen Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe bei der Sprengstoffbeschaffung, der Wohnungsanmietung, beim Beschaffen von Dokumenten und vielleicht auch bei den Tatortrecherchen”, heißt es in der Veranstaltungsankündigung. Doch eine militante Neonazi-Szene existiere auch heute in Bayern: „Mit dem ‚Freien Netz Süd‘ hat sie in den letzten Jahren eine große Struktur herausgebildet. Nach der Einleitung eines Verbotsverfahrens zeigten die Neonazis zuletzt ihre Flexibilität – die Kameradschaftsorganisationen wandelten sie bayernweit in Stützpunkte der neuen Neonazipartei ‚Der dritte Weg‘ um.“

Der Vortrag möchte einen Überblick über die aktive Neonazi-Szene Bayerns geben sowie über deren Bezüge zum NSU und Positionierung zum laufenden Verfahren.

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