D: „Pro NRW“ versagt bei Wahlantrittsversuchen in mehreren Kreisen

Posted on 10. April 2014 von


DÜSSELDORF – Insgesamt 24 Kommunalwahlantritte zu Stadträten und Kreistagen hatte die selbsternannte „Bürgerbewegung pro NRW“ angekündigt. Doch täglich werden es weniger.

“Fakten und Zahlen lügen bekanntlich nicht“ – mit diesen Worten ließ sich vorgestern der „pro NRW“-Häuptling Markus Beisicht zitieren. Angekündigt hatte „pro NRW“ zuletzt Antritte zu den Stadträten in Aachen, Bergheim (Rhein-Erft-Kreis), Bochum, Bonn, Essen, Gelsenkirchen, Duisburg, Hagen, Hamm, Köln, Leverkusen, Mönchengladbach, Pulheim (Rhein-Erft-Kreis), Radevormwald (Oberbergischer Kreis), Remscheid, Solingen, Wesseling (Rhein-Erft-Kreis), Witten (Ennepe-Ruhr-Kreis) und Wuppertal sowie zu den Kreistagen bzw. Städteregionstagen der Kreise Ennepe-Ruhr, Rhein-Erft, Minden-Lübbecke, Oberbergischer und Aachen. nrwrex berichtete.

Und dann waren es noch 23…

Am 8. April hieß es dann, man werde „in den Großstädten“ Aachen, Bochum, Bonn, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Köln, Leverkusen, Mönchengladbach, Remscheid, Solingen und Wuppertal auf den Stimmzetteln stehen sowie „in mehreren Kreisen und kreisangehörigen Städten […], so z.B. in Bergheim, Pulheim, Radevormwald und Witten“. Weggefallen ist also schon einmal die kreisfreie Stadt Hamm. Auch in den Berichten in der Hammer Lokalpresse zu den anstehenden Kommunalwahlen taucht „pro NRW“ nicht auf. Und dabei hatte die Partei Anfang März noch eine „Kommunalwahl-Premiere in Hamm“ und einen „Einzug in den Stadtrat in Fraktionsstärke“ angekündigt. Dass dieses Unterfangen an nicht ausreichenden (oder nicht vorhandenen) Unterstützungsunterschriften – „pro NRW“-Ratsherr Gerald Thörner war 2009 über die „Republikaner“-Liste gewählt worden und wechselte erst später zu „pro NRW“ – scheiterte, kann nur vermutet werden.

… nein, 20!

Auch in der Städteregion Aachen scheint ein Wahlantritt mehr Wunsch denn Realität zu sein. Der Homepage des „Lokalen Aktionsplans Aachen“ ist zu entnehmen, dass „pro NRW“ keine Wahlvorschläge eingereicht hätte.
Zudem berichtete das „Mindener Tageblatt“ gestern zur Wahl des Kreistages Minden-Lübbecke: „Die Teilnahme an der Kreistagswahl abgesagt hat die rechtspopulistische Pro NRW, die durch Wechsel des als Republikaner 2004 und 2009 gewählten Ulrich Manes (Stemwede) im Kreistag vertreten ist.“ Vermutlich haben also auch Manes und Co. nicht ausreichend gesammelt…
Auf der Homepage des Ennepe-Ruhr-Kreises heißt es seit gestern zur anstehenden Wahl des Kreistages Ennepe-Ruhr: „Um Sitze bewerben sich demnach SPD, CDU, Bündnis90/Die Grünen, FDP, Die Linke, Alternative für Deutschland und die Piratenpartei sowie die Freie Wähler Gemeinschaft und Bündnis Zukunft Ennepe-Ruhr.“ Von „pro NRW“ ist nicht die Rede.
Damit fallen also schon einmal mindestens drei von fünf angekündigten Kreisen/Städteregionen und eine kreisfreie Stadt weg.

 

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