GE: Extrem aktiv – die RechtsRock-Band „Sturmwehr“ aus Gelsenkirchen

Posted on 27. März 2014 von


GELSENKIRCHEN – Während die Zahl der RechtsRock-Konzerte insgesamt zurückgeht, ist bei der Gelsenkirchener Band „Sturmwehr“ ein gegenläufiger Trend festzustellen, die Band ist aktiver denn je – und das trotz einiger Anfeindungen in der Szene, die ihr 2010/2011 zu schaffen machten (nrwrex berichtete). Beim zweiten neonazistischen „H8“-Festival, das im Mai vermutlich in Bayern stattfinden wird, ist „Sturmwehr“ ebenso angekündigt wie beim „Support the movement“-Konzert am 5. April, laut Ankündigungsflyer irgendwo in „Western Europe“. „Sturmwehr“ ist nach wie vor eine der aktivsten deutschen RechtsRock-Bands. Und die Bandmitglieder sind nicht nur auf der Bühne aktiv, sondern auch im Studio – nicht nur unter dem Namen „Sturmwehr“.

Massenproduktion

„Sturmwehr“ existiert bereits seit 1994. Sänger, Kopf und Konstante der Band ist Jens Brucherseifer aus Gelsenkirchen. 1995 erschien ihre erste CD, seitdem folgten zirka 40 weitere CD-Veröffentlichungen: Szene-Rekord. Allein in 2013 wurde eine Voll- und zwei Split-CDs veröffentlicht. Brucherseifer ist auch Sänger der „Koma-Kolonne“. Mit diesem, vor allem auf Sauf-, Prügel-, Fußball- und „Party“-Lieder ausgerichteten Projekt, veröffentlichte er seit 2000 acht weitere CDs, zuletzt 2013 die „Ode an den Suff“. Neuestes Projekt von Brucherseifer zusammen mit anderen Musikern ist die Band „Leitkultur“. Im März 2014 erschien mit „Heimat ist nicht nur ein Wort“ die zweite CD dieser Band.

Internationaler Akteur

Und nicht nur in Deutschland ist „Sturmwehr“ anzutreffen. 2013 war die Band auf einem Konzert des in Deutschland verbotenen „Blood & Honour“- Netzwerkes angekündigt, in 2012 spielte sie vor zirka 2.000 TeilnehmerInnen auf dem zentralen Konzert der neonazistischen „Hammerskins“ in Frankreich, 2010 trat sie in Österreich auf.

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