OB: Frühjahrstagung der „Landsmannschaft Ostpreußen“ NRW

Posted on 28. Februar 2014 von


OBERHAUSEN – Die „Landsmannschaft Ostpreußen“ NRW lädt für den 15. März zu ihrer diesjährigen Frühjahrstagung nach Oberhausen ein. In der Vergangenheit hat die Landsmannschaft auf ihren Oberhausener Tagungen mehrfach Geschichtsrevisionisten und mindestens einen Aktivisten der extremen Rechten auftreten lassen. Unter anderem hat ein bekannter Leugner der deutschen Alleinschuld am Zweiten Weltkrieg auf ihrer Frühjahrstagung 2013 einen Vortrag gehalten. Bei ihrer Herbsttagung Ende Oktober 2013 ist der Vorsitzende eines extrem rechten Vereins aufgetreten, der Holocaustleugnern Raum gewährt.

Großes Interesse

Wie die „Landsmannschaft Ostpreußen“ NRW berichtet, hat bei ihrer letzten Herbsttagung am 29. Oktober 2013 in Oberhausen Wolfram Schiedewitz seinen „Verein Gedächtnisstätte“ vorgestellt. Schiedewitz ist Vorsitzender des Vereins, der 1992 unter Führung der Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck-Wetzel gegründet wurde und inzwischen im thüringischen Guthmannshausen ein Zentrum der extremen Rechten unterhält. Dort finden vor allem Vortragswochenenden statt, bei denen, wie KritikerInnen schreiben, „Holocaustleugnung, Geschichtsrevisionismus, Ideen und Konzepte rechtskonservativer Kreise“, aber „auch neonazistisches Gedankengut“ Raum finden (NRW rechtsaußen berichtete). „Die Ausführungen von Schiedewitz stießen bei den Landsleuten auf großes Interesse“, berichtet die Landsmannschaft.

Schreiben mit dem Schwert

Auf der Herbsttagung der „Landsmannschaft Ostpreußen“ NRW ist zudem Walter T. Rix als Referent aufgetreten. Rix hat, wie es in einem Bericht heißt, in den 1970er und 1980er Jahren gelegentlich Beiträge für die extrem rechte Zeitschrift „Nation und Europa“ verfasst. Darüber hinaus ist er vor allem für Vereinigungen aktiv gewesen, die sich dem ehemaligen Ostpreußen widmeten, wofür er Anfang 2009 das „Goldene Ehrenzeichen“ der „Landsmannschaft Ostpreußen“ erhalten hat. Rix ist darüber hinaus auch immer wieder bei ultrarechten Organisationen jenseits der Ostpreußen-Szene aufgetreten. 2003 etwa wurde er von der „Staats- und Wirtschaftspolitischen Gesellschaft“ mit einem Vortrag über den NS-Propagandaschriftsteller Edwin Erich Dwinger angekündigt – unter dem Titel: „Dichter und Soldat: Schreiben mit dem Schwert“.

Auch in Nordrhein-Westfalen hat Rix bereits in extrem rechten Zusammenhängen referiert. So hat er im Oktober 2012 einen Vortrag auf der Jahrestagung der „Russlanddeutschen Konservativen“ gehalten, zum selben Thema übrigens („Tauroggen 1812“) wie ein Jahr später auf der Herbsttagung der „Landsmannschaft Ostpreußen“ NRW. Bei der Jahrestagung der „Russlanddeutschen Konservativen“, deren führende Aktivisten eine Zeitlang für die NPD tätig waren, ging Rix‘ Vortrag ein Bericht des Schweizer Holocaust-Leugners Bernhard Schaub voraus (NRW rechtsaußen berichtete).

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