BN: „Bonhoeffer-Urteil“ gegen Norbert Weidner rechtskräftig

Posted on 13. Februar 2014 von


BONN – Nachdem der ex-FAP-Kader, ex-V-Mann und Burschenschafter Norbert Weidner schon vor dem Bonner Amts- und Landgericht damit scheiterte, seine strafbewehrten Äußerungen zum NS-Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer (NRW rechtsaußen berichtete hier, hier, hier und hier) vom Grundrecht auf freie Meinungsäußerung schützen zu lassen, konnte er nun auch mit seiner Revision am Oberlandesgericht Köln keinen Erfolg erzielen (Az.: 1 RVs272/13). Weidner, Alter Herr der „Alten Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn“, hatte den Mord („Hinrichtung“) an dem NS-Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer in einer „Raczek“-Publikation als „rein juristisch … gerechtfertigt“ eingestuft und das ihm zugrunde liegende Urteil „nachvollziehbar“ genannt.

Kein Rechtsmittel mehr möglich

Das Bonner Amtsgericht verurteilte ihn deshalb am 24. Juli 2012 – wegen Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener. Weidner stehe mit seinen Äußerungen „nicht mehr auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung“, lautet jetzt die Begründung des Oberlandesgerichts Köln für die Zurückweisung der Revision. Da gegen diesen Beschluss kein weiteres Rechtsmittel möglich ist, ist das Urteil rechtskräftig, wie Pressedezernentin Stefanie Rüntz bestätigte.

Bis vor’s Bundesverfassungsgericht?

So ganz will sich Weidner damit wohl aber nicht geschlagen geben. Mittels Kurznachrichtendienst twitterte er zur Revisionsverwerfung: „Naja, man soll den Tag nicht vor dem Abend loben, nun geht es ans Bundesverfassungsgericht“. Vielleicht zieht er schließlich noch bis vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, um das Andenken von NS-Opfern verunglimpfen zu dürfen…

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