BO: „Kameradschaft Volkssturm Deutschland“ demonstrierte vor Asylunterkunft

Posted on 2. Februar 2014 von


BOCHUM – Zur Kundgebung der „Kameradschaft Volkssturm Deutschland“ fanden sich am 1. Februar etwa 25 Rechte gegenüber dem Flüchtlingsheim in der Bochumer Wohlfahrtstraße ein. Dort wurden sie von rund 200 GegendemonstrantInnen erwartet, die das „Bochumer Bündnis gegen Rechts“ mobilisiert hatte.

25 Neonazis folgten Aufruf des „Volkssturms“

Vor dem Eintreffen der Neonazis versuchten GegendemonstrantInnen den angemeldeten Kundgebungsplatz an der Königsallee zu besetzen, was die Polizei jedoch vereitelte. Mit einem extra von den Verkehrsbetrieben „Bogestra“ zur Verfügung gestellten Bus reisten die Neonazis gegen 13.40 Uhr an und bezogen vor dem Knappschaftshaus Stellung. Die „Kameradschaft Volkssturm Deutschland“, eigentlich eher ein loser Zusammenhang JN- und NPD-naher Neonazis aus dem Ruhrgebiet denn eine geschlossene Kameradschaft, wurde von einigen angereisten KameradInnen unterstützt, unter ihnen auch der Soester Kreisvorsitzende von „Die Rechte“, Dominic Bruschke.

NPD-Funktionär hielt eine Rede

Als Soundsystem diente ihnen ein Megafon, durch das zwischen den einzelnen Redebeiträgen Musik von einem Handy abgespielt wurde. Als Redner traten u.a. das Bochumer NPD-Kreisvorstandsmitglied Markus Schuhmacher und Dominik Kringe aus Rheine auf. Durch die schlechte Qualität der Übertragung, die Kundgebungsposition an der vielbefahrenen Straße und die lautstarke Gegenkundgebung blieben Öffentlichkeit und BewohnerInnen des Flüchtlingsheims von den Inhalten der Neonazis weitgehend unbehelligt.

Gegen 14.45 Uhr beendete der „Volkssturm“ die Kundgebung und zog unter Polizeibegleitung zurück zum Bochumer Hauptbahnhof. Dort sperrten PolizistInnen die Gleise weitgehend ab, bis alle Neonazis gegen 16 Uhr in Richtung Duisburg, Dortmund, Hamm und Gelsenkirchen abgereist waren. Dabei wurden sie abermals von lautstarkem Protest begleitet. Laut Pressemitteilung der Bochumer Polizei wurde bereits auf der Anreise am Bochumer Hauptbahnhof ein Neonazi festgenommen, da gegen ihn ein Haftbefehl vorlag. (ag)

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