Presseschau: Landesbüro der „Republikaner“ in Nachbarschaft einer Synagoge

Posted on 23. Oktober 2013 von


DÜSSELDORF – Die Rechtsaußen-Partei „Die Republikaner“ hat ihre neue Landesgeschäftsstelle im Düsseldorfer Stadtteil Derendorf eingerichtet – in der Nachbarschaft jüdischer Organisationen und der Jüdischen Gemeinde. Das berichtet aktuell die NRZ.

Landesvorsitzender der Partei ist aktuell der Düsseldorfer André Maniera, als einer seiner Stellvertreter fungiert Karl-Heinz Fischer, ebenfalls aus Düsseldorf. Im Gegensatz zu den meisten anderen NRW-Städten und -Regionen sind die „Republikaner“ in Düsseldorf noch relativ rege und sichtbar, insbesondere im Vorfeld von Wahlen. Bei den Kommunalwahlen  1989, 1999, 2004 und 2009 zogen sie in den Stadtrat ein, 1989 mit fünf Sitzen, ab 1999 mit jeweils einem Sitz. Aber auch dieser eine Sitz kam abhanden, da ihr langjähriger Ratsherr Jürgen Krüger 2010 der Partei den Rücken kehrte, sein Stadtratsmandat aber behielt und zu den „Freien Wählern“ überlief. Bei den Kommunalwahlen im Mai 2014 hoffen die Düsseldorfer REP auf ein Comeback. Gut sind die Aussichten allerdings nicht.

0,1-Prozent-Partei in NRW

Bei den Bundestagswahlen im September 2013 erzielten die REP in NRW nur 0,1 Prozent (bundesweit 0,2 Prozent), in Düsseldorf kam André Maniera im Wahlkreis Düsseldorf I auf 0,3 Prozent der Erststimmen (Zweitstimme 0,2 Prozent, 2009: 0,5 Prozent), im Wahlkreis Düsseldorf II erzielte Karl-Heinz Fischer  0,7 Prozent der Erststimmen (Zweitstimme 0,4 Prozent, 2009: 0,8 Prozent). Nur in Düsseldorf hatten die REP Direktkandidaten aufgestellt.