EN/DU: „Pro NRW“-Kundgebungen im Ruhrgebiet angekündigt

Posted on 17. Oktober 2013 von


WITTEN/HATTINGEN/DUISBURG – Gleich sechs Kundgebungen will die rechtspopulistische „Bürgerbewegung pro NRW“ in den nächsten Wochen im Ruhrgebiet abhalten. Am Samstag, den 19. Oktober will man in Witten und Hattingen gegen zwei Moscheebauvorhaben demonstrieren.

In den Augen der RechtspopulistInnen handelt es sich bei den Moscheen um die „versuchte steingewordene Landnahme des Islams mitten in Deutschland“. Die erste Aktion soll um 11 Uhr in der Wittener Poststraße starten. Um 13 Uhr beginnt an der Martin-Luther-Straße / Ecke Nierenhofer Straße in Hattingen ein weiterer Demonstrationszug. „Pro NRW“ stellt die Aktionen in Zusammenhang mit der angekündigten Kandidatur der Partei zur Kommunalwahl 2014, bei der sie Mandate im Keistag des Ennepe-Ruhr-Kreises sowie im Stadtrat von Witten anstrebt. Das Bündnis „Buntes Hattingen gegen Rechts“ kündigt für 12:30 Uhr eine Gegenkundgebung und eine Menschenkette an. In Witten hat „Die Linke“ eine Protestaktion gegen „pro NRW“ angemeldet.

Hetzerische Kundgebungen am 9. November

Ausgerechnet am geschichtsträchtigen 9. November will „pro NRW“ zwei weitere Kundgebungen in den Duisburger Stadtteilen Bergheim (13 – 16 Uhr) und Neumühl (16 – 19 Uhr) abhalten. Wie bereits vor einigen Wochen soll in der Nähe eines von Roma bewohnten Mehrfamilienhauses in der Straße In den Peschen demonstriert werden. In Duisburg-Neumühl, der zweiten Station, versuchen AnwohnerInnen die Unterbringung von Asylsuchenden zu verhindern. Die Aktion soll am 7. Dezember in beiden Stadtteilen wiederholt werden, „pro NRW“ hat weitere Kundgebungen angemeldet. Die Hetze gegen Asylsuchende und Zugewanderte aus den südosteuropäischen Ländern ist aktuell einer der Schwerpunkte in der Agitation von „Pro NRW“. Von der Stimmungsmache gegen Sinti und Roma konnten bei der Bundestagswahl bereits andere extrem rechte Parteien profitieren. So erzielte die NPD in Duisburg ein überdurchschnittlich hohes Wahlergebnis. „Pro NRW“ war nicht angetreten, peilt allerdings die Kommunalwahl im Mai 2014 an. Die „Bürgerbewegung“ hofft mit rassistischen Slogans WählerInnen zu gewinnen.