PB: „Kategorie C“ geht mit Konzerten in den „Untergrund“

Posted on 7. Oktober 2013 von


PADERBORN – „Live in Ostwestfalen, wir feiern in den 3. Oktober“ verkündete die extrem rechte Hooligan-Band „Kategorie C“ (KC) ab Anfang September auf ihrer Website. Antifaschistische Gruppen thematisierten dieses Vorhaben öffentlich, die lokalen Medien griffen das Thema auf. Die Polizei informierte den Vermieter der Konzerthalle über den Charakter der Veranstaltung, dieser kündigte daraufhin den Mietvertrag. „Das Konzert heute in OWL fällt aus. Die Polizei in Zusammenarbeit mit der Presse und der Antifa haben den Besitzer der Halle genötigt die Halle zu versiegeln“ klagte „Kategorie C“ am Mittwochabend.

Keine öffentliche Bewerbung mehr

Eine solche Erfahrung ist für „Kategorie C“ nicht neu. Mindestens fünf Konzerte musste die Band in diesem Jahr schon absagen, ein weiteres wurde von der Polizei aufgelöst. Als Konsequenz kündigt die Band jetzt an, „ab sofort Konzerte von KC in der BRD nicht mehr über die Internetseite [zu] bewerben und es wird auch ab sofort keinen Vorverkauf mehr geben. Die Konzerte werden geheim gehalten und nicht mehr öffentlich beworben.“

KC-„Schnitzeljagd“?

Dass die Band so konspirativ agieren kann wie andere RechtsRock-Bands ist jedoch fraglich. In der Szene wird KC aufgrund unterstellter kommerzieller Interessen und der Abgrenzung von Politik teilweise abgelehnt, dafür hat sie viele AnhängerInnen im rechtsorientierten Fußballfan-Spektrum. Ob dieses sich auf die „Schnitzeljagd“ noch konspirativer als zuvor organisierter und nicht beworbener Konzerte einlassen wird bzw. kann, bleibt abzuwarten. Ein erster Test wird das „Weihnachtskonzert“ am 7. Dezember 2013 in „Ruhrpott-West“ sein, für das neben KC auch die schwedische Band „Pittbullfarm“ angekündigt ist.

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