BI: „Pro Deutschland“ meldet Kundgebungen in Bielefeld an

Posted on 9. August 2013 von


BIELEFELD – Gleich zwei Kundgebungen hat die Rechtsaußen-Gruppierung „Bürgerbewegung pro Deutschland“ um ihren Parteivorsitzenden Manfred Rouhs für den 26. August im ostwestfälischen Bielefeld angemeldet. Beide sollen unter dem Motto „Zuwanderung stoppen – Islamisierung verhindern“ stehen. Die erste soll ab 12.30 Uhr vor einer Moschee in Brackwede, die zweite ab 14.30 Uhr vor dem linken  „Arbeiterjugendzentrum Bielefeld“ stattfinden, das Westfalen-Blatt berichtete heute. Erwartungsgemäß setzt „pro D“ also auf Provokation und mediale Inszenierung.

„Nichts für schwache Nerven“

„Pro Deutschland“  hat anlässlich des Bundestagswahlkampfes ab dem 21. August in mehr als 40 Städten Kundgebungen angekündigt. 15 davon sollen in NRW stattfinden. In NRW dürfte sich  „pro D“ auch die größte Zustimmung erhoffen, nicht zuletzt aufgrund des größeren Bekanntheitsgrades der Schwesternpartei „pro NRW“. Ob es allerdings bundesweit – in 13 von 16 Bundesländern wurde eine Landesliste von „pro D“ zugelassen – zumindest für das Überspringen der 0,5-Prozent-Hürde für eine Teilnahme am System der staatlichen Teilfinanzierung reicht, erscheint alles andere als sicher. Aktuell rekrutiert die Partei noch Wahlhelfer für ihre 32-tägige Tour. „Für Spaß und Action“ sei gesorgt, so Parteifunktionär Lars Seidensticker. Was den „Spaß“ betrifft, hat Ronald Micklich, aus der Partei ausgetretender ehemaliger „pro NRW“-Vize aus Leichlingen, rückblickend seine Zweifel: „Die ganze Wahlkampftour ist nichts für schwache Nerven. Fliegende Eier, Flaschen und Steine […] Manfred Rouhs war zeitweise bei der Tour dabei, und weiß sicherlich was auf ihn zukommt. Wissen das auch die Rekruten?“

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Posted in: Allgemeines