DO: Nach Konzertauflösung: Neonazis wollen in Dortmund demonstrieren

Posted on 9. Juli 2013 von


DORTMUND – Ein am Samstag von der Polizei aufgelöstes Rechtsrock-Konzert in Herne nimmt die Neonazi-Szene zum Anlass, um erneut in Dortmund aufzumarschieren. Am 13. Juli soll im Stadtteil Dorstfeld um 14 Uhr eine Demonstration gegen den zeitgleich stattfindenden „NRW-Polizeitag“ starten. Der Polizei wolle man damit „einen Denkzettel“ verpassen, heißt es im Aufruf der Partei „Die Rechte“. Großspurig kündigt die Neonazi-Partei „juristische“ und „praktische Konsequenzen“ an und fordert die Absetzung des Staatsschutzleiters und des Polizeipräsidenten von Dortmund sowie des Innenministers.

„Solidarität mit dem NWDO“

Auf Flyern war das Konzert unter dem Motto „Solidarität mit dem NWDO“ – gemeint ist der im August 2012 durch das NRW-Innenministerium verbotene „Nationalen Widerstand Dortmund“ – beworben worden. Nachdem die „Antifaschistische Union Dortmund“ den Veranstaltungsort am Abend veröffentlichte, schritt die Polizei Stunden später ein, brach das Konzert in einem Herner Gewerbegebiet ab und nahm die Personalien der Teilnehmenden auf. Die Neonazis deklarierten das konspirativ beworbene Konzert nachträglich zu einer Parteiveranstaltung von „Die Rechte“ um.

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