NRW: „Die Rechte“ stellt Europawahl-Liste auf

Posted on 24. Mai 2013 von


NRW –  Die neonazistische Partei „Die Rechte“ hat am Samstag ihren 3. Bundesparteitag abgehalten und eine Liste für die Europawahl 2014  aufgestellt. „Spitzenkandidat“ wurde der in Untersuchungshaft sitzende Düsseldorfer Sven Skoda. Ihm wird vorgeworfen, für die kriminelle Vereinigung „Aktionsbüro Mittelrhein“ aktiv gewesen zu sein. Auf dem Listenplatz 2 folgt der DR-Parteivorsitzende Christian Worch.

Der DR-Kreisverband Hamm ist mit zwei Mitgliedern vertreten. Jennifer Velde (Platz 3), Schülerin an einem Berufskolleg in Ahlen, und Sascha Krolzig (Platz 5) gehörten der im August 2012 verbotenen „Kameradschaft Hamm“ an. Krolzig fungiert  aktuell als Kreisverbandsvorsitzender von „Die Rechte“ in Hamm sowie als Landesvorstandsmitglied und Beisitzer im Bundesvorstand. Der vorbestrafte Neonazi war der Anführer der „Kameradschaft Hamm“. Seit einigen Semestern studiert er an der Universität Bielefeld Jura.

Ex-NPD`ler rückt in den Bundesvorstand auf 

Auf den weiteren Listenplätzen stehen der ehemalige hessische NPD-Funktionär Michael Idir sowie Horst Isensee. Der Parteitag beschloss auch eine Änderung in der Zusammensetzung des Bundesvorstandes. Die ehemalige DVU-Funktionärin Ingeborg Lobocki musste ihr Amt als stellvertretende Bundesvorsitzende für den ehemaligen NPD`ler Pierre Levien räumen. Levien steht dem hessischen DR-Landesverband vor. Lobocki ist fortan nur noch Beisitzerin, sie wird aber weiterhin als Schatzmeisterin die Finanzen verwalten.

Auch Meinhard Otto Elbig mischt mit

Im Zusammenhang mit dem Bundesparteitag wurde bekannt, dass auch der Bielefelder Meinhard Otto Elbig mittlerweile in der DR mitmischt. Er wurde zum Tagungspräsidenten des Parteitags gewählt. Elbing war schon in den 1980er Jahren für die „Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei“ (FAP), vor allem aber in der „Nationalistischen Front“ (NF) aktiv. Letztere betrieb in Bielefeld ein Haus in der Bleichstraße. Später organisierte er sich in der „Deutschen Liga für Volk und Heimat“ (DLVH). Mitte der 1990er Jahre versuchte er, sein Studium der Sozialpädagogik an der FH Bielefeld abzuschließen, scheiterte jedoch am Druck der StudentInnen.  Seit Jahren organisiert Elbing in Bielefeld unter verschiedenen Organisationsnamen („Jugend in OWL“, „Deutsche Jugendinitiative“ etc.) Schulungsveranstaltungen mit ReferentInnen aus der extremen Rechten.  Er verfügt über bundesweite Kontakte in unterschiedliche Spektren der extremen Rechten und ist seit vielen Jahren eine Konstante des militanten Neonazismus im Raum Ostwestfalen.

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