AC/MG/D: „Die Rechte“ plant am Samstag Kundgebungen und Demo

Posted on 12. März 2013 von


AACHEN/MÖNCHENGLADBACH/DÜSSELDORF – Im Zusammenhang mit dem aktuellen Koblenzer Strafverfahren wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung gegen Mitglieder und Unterstützer des „Aktionsbüros Mittelrhein“ planen Neonazis, am kommenden Samstag (16. März) zwei Kundgebungen und eine Demonstration in NRW durchzuführen. Die Veranstaltungen sollen offenbar in Aachen, Mönchengladbach und Düsseldorf stattfinden.

„Zwei Kundgebungen und eine Demonstration“

Bereits am Mittwoch meldeten die „Die Rechte“-Kreisverbände Aachen und Heinsberg die Haftentlassung einiger im Koblenzer Verfahren angeklagter „Kameraden“, die seit März 2012 inhaftiert waren. Die Zahl wurde zwischenzeitlich von drei auf vier korrigiert. In diesem Zusammenhang wurde angekündigt, dass  am Samstag „eine Kundgebungstour durch NRW geplant“ sei: „Es wird zwei Kundgebungen und eine Demonstration geben. Kostenpunkt ca15 €“. Laut „Aachener Nachrichten“ wurde eine Anmeldung der DR in Aachen durch die Polizei bestätigt. Als zweiter Kundgebungsort ist offenbar Mönchengladbach vorgesehen. Auch in Düsseldorf ist eine Anmeldung eingegangen, hier ist mit einer Abschlussdemonstration zu rechnen. Unklar ist, ob es – wie mehrfach im Vorfeld der Dortmunder „Nationaler Antikriegstags“-Demonstrationen geschehen – eine zweite Kundgebungsroute durch das Ruhrgebiet geben wird. Bei derartigen Bustouren wurden mehrfach zwei Routen mit jeweils mehreren Kundgebungsorten gewählt, um abschließend zu einer gemeinsamen Demonstration zusammenzukommen.

Abschlussdemo in Düsseldorf

Dass Düsseldorf als Ort für eine zentrale Abschlussdemonstration gewählt wurde, macht insofern „Sinn“, als dass Düsseldorf Sitz der Landesregierung ist, von der im August 2012 die Verbote der NRW-Kameradschaften „Kameradschaft Aachener Land“, „Nationaler Widerstand Dortmund“ und „Kameradschaft Hamm“ verfügt wurden. Außerdem lebte hier bis zu seiner Festnahme Sven Skoda, einer der Hauptangeklagten im Koblenzer Verfahren, wenngleich er seine Meldeadresse in’s „Braune Haus“ nach Bad Neuenahr-Ahrweiler verlegt hatte. „Die Rechte“ bemüht sich offenbar derzeitig darum, Skoda als Spitzenkandidat für einen Wahlantritt bei den nächsten Europawahlen zu gewinnen.

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