GM: „Pro NRW“ verfügt wieder über eine Fraktion in Radevormwald

Posted on 5. März 2013 von


RADEVORMWALD (OBERBERGISCHER KREIS) – Die extrem rechte Partei „pro NRW“ kann im Rat der Stadt Radevormwad wieder eine Fraktion bilden. Man sei wieder „voll handlungsfähig“, behauptet der neue Fraktionsvorsitzende Udo Schäfer.

Im September 2012 hatte sich „pro NRW“ von ihrem einstigen Fraktionsvorsitzenden Tobias Ronsdorf getrennt. Die Polizei ermittelte gegen den 23-Jährigen im Zusammenhang mit der Neonazi-Kameradschaft „Freundeskreis Rade“, die als „kriminelle Vereinigung“ eingestuft wurde. Ein Prozess gegen acht mutmaßliche Mitglieder beginnt in diesem Jahr vor dem Landgericht Köln. Zwischen der Neonazi-Kameradschaft und „pro NRW“ bestanden personelle Verbindungen. Tobias Ronsdorfs jüngerer Bruder Jonas galt als einer der treibenden Kräfte der Gruppe, LOTTA berichtete

Nachrücker folgt auf Ronsdorf

Weil Ronsdorf sein Mandat weiter ausüben wollte, verlor die selbst ernannte „Bürgerbewegung“ Ende 2012 den ihr Geld und Ausschusssitze ermöglichenden Fraktionsstatus. Nun hat Ronsdorf offenbar das Mandat niedergelegt und Platz für einen Nachrücker gemacht. Als neues Stadtratsmitglied wird Uwe Rhode-Müller (Jhg. 1964) genannt, der Platz 11 auf der Reserveliste inne hatte. Trotz der üblichen von „pro NRW“ lancierten Erfolgsmeldungen wird deutlich, wie groß der Personalschwund bei der „Bürgerbewegung“ ist. Im letzten Jahr war bereits das Stadtratsmitglied Alexander Vogt ausgetreten, er wurde durch Schäfer, der zugleich als Vertreter der Partei im Kreistag sitzt, ersetzt, nrwrex berichtete.

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