K: „Pro Köln“ will gegen Asylsuchende aufmarschieren

Posted on 14. Januar 2013 von


KÖLN – Die extrem rechte „Bürgerbewegung pro Köln“ will in den nächsten Wochen zwei Kundgebungen durchführen, die sich gegen die Unterbringung von Asylsuchenden in Kölner Stadtteilen richten. Seit geraumer Zeit versucht die Partei, von der Stimmungsmache gegen Flüchtlinge zu profitieren und verbreitet die Forderung „Keine neuen Asylantenheime in Köln“.

Stimmungsmache in Porz-Urbach

Für Samstag, den 26. Januar, hat „Pro Köln“ eine Kundgebung im südlichen Stadtteil Porz-Urbach angemeldet. Dort sind seit einigen Wochen fünf Flüchtlingsfamilien in einem ehemaligen Hotel untergebracht. Das Hotel wird genutzt, bis die Stadt Köln zwei neue Wohnheime für AsylbewerberInnen errichtet hat. Noch bevor die ersten Flüchtlinge eingezogen waren, machten AnwohnerInnen, unterstützt von Lokalpolitikern der CDU, gegen die Unterbringung der Menschen mobil. In einer Bürgerversammlung wurden dumpfe Ressentiments geäußert. Nun möchte „Pro Köln“ von der rassistischen Stimmungsmache profitieren. An der Ecke Kaiserstraße/Am Schwanebitzer Hof soll eine Kundgebung unter dem Motto „Es gibt kein Grundrecht auf Asylmissbrauch! Für die Wiedereinführung der Visa-Pflicht für Serbien und Mazedeonien“ stattfinden.

Geplante Kundgebung in Godorf

Zudem sei eine „Infostandserie“ in Köln geplant, teilte die Partei mit. Der parteinahe „Ring freiheitlicher Jugend“ macht bereits genauere Angaben zu den geplanten Aktionen. So wolle man am 19., 22. und 24. Januar Infostände abhalten. Am 15. Januar soll zudem eine Kundgebung in Köln-Godorf durchgeführt werden. In Godorf soll ebenfalls ein Wohnheim für Asylsuchende gebaut werden.

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