D/Italien: Das „Südtirol-Seminar“ der „Deutschen Burschenschaft“

Posted on 3. Dezember 2012 von


DÜSSELDORF/ITALIEN – Auf einem „Südtirol-Seminar“, das auch Teil des aktuellen Semesterprogramms der „Burschenschaft Rhenania-Salingia zu Düsseldorf“ ist, haben sich Referenten kürzlich für die Abspaltung Südtirols von Italien und für den Anschluss des Gebiets an Österreich ausgesprochen.

„Ausschweifende Zuwanderung“

Auf dem Seminar, das der Dachverband „Deutsche Burschenschaft“ (DB) vom 19. bis zum 21. Oktober in St. Andrä nahe dem italienischen Bressanone (Brixen) durchführte, schilderte der Generalsekretär der Südtiroler „Die Freiheitlichen“, einer Schwesterorganisation der FPÖ, die Zukunftskonzepte seiner Partei für die norditalienische Provinz Südtirol. Generalsekretär Michael Demanega wird in einem DB-Bericht mit der Aussage zitiert, die italienische Regierung versuche „durch ausschweifende Zuwanderung von Menschen aus anderen Kulturkreisen“ („Asien, Afrika“), die sich kulturell an der italienischsprachigen Bevölkerung orientierten, die ganz besondere Kultur der deutschsprachigen Minderheit zu schwächen. Um das zu verhindern, müssten „die Süd-Tiroler“ ihr „Selbstbestimmungsrecht“ in Anspruch nehmen. Wie es in dem Bericht weiter heißt, habe Demanega erklärt, „er könnte sich in einem ersten Schritt die Unabhängigkeit vorstellen und in einem vielleicht übernächsten Schritt die Anbindung an Österreich“. Zieldatum sei 2018; dann wird sich die Besetzung des Brenner und damit die Übernahme Südtirols durch Italien zum hundertsten Male jähren.

„Der perfide Plan Roms“

Ein weiterer Referent, der österreichische Nationalratsabgeordnete Werner Neubauer (FPÖ) hatte sich zu den terroristischen Attentaten im Südtirol der 1960er Jahre geäußert. Demnach hätten die Bombenanschläge „einen Rückgang der zügellosen Ansiedlung von [Süd-, d.Red.]Italienern in Tirol bewirkt“. Damit sei „der perfide Plan Roms“, die deutschsprachige Bevölkerung durch die Förderung der Zuwanderung von Italienischsprachigen zu majorisieren, „erfolgreich verhindert“ worden. Den Anschlägen, denen Neubauer auf dem DB-Seminar „Erfolg“ bescheinigte, fielen zahlreiche Menschen zum Opfer. Erhard Hartung, in Italien wegen Beteiligung an einem der mörderischen Attentate verurteilter Burschenschaftler, soll am übermorgigen Mittwoch bei der „Rhenania-Salingia“ zum Thema „Der Südtiroler Freiheitskampf der 1960er Jahre. Ursachen – Zielsetzung – Ergebnis“ referieren.

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