ST: Emsdettener Neonazis blieben unter sich

Posted on 15. Oktober 2012 von


EMSDETTEN (KREIS STEINFURT) – Gerade einmal elf zumeist jugendliche Neonazis aus Emsdetten und Umgebung versammelten sich am Samstag in der münsterländischen Kleinstadt. Sie wollten mit ihrer angemeldeten Kundgebung gegen eine antifaschistische Demonstration protestieren. NRW rechtsaußen berichtete.

Drei Stunden warten, fünf Minuten krakeelen

Fast drei Stunden harrten die Neonazis stumm auf einem Parkplatz in der Innenstadt aus. Reden gab es keine, Flugblätter wurden nicht verteilt. Die in schwarz gekleideten Neonazis, die trotz herbstlichem Nieselwetters Sonnenbrillen trugen, zeigten nur ein Transparent und eine schwarz-weiße-rote Fahne. Als die gut 500 TeilnehmerInnen der Antifa-Demo in ihrem Sichtbereich auftauchten, riefen sie einige Minuten lang Parolen wie beispielsweise. „Alles für Volk, Rasse, Nation“ und „Was macht den Linken Dampf?– Straßenkampf, Straßenkampf“. Von „Straßenkampf“ war aber weit und breit nichts zu sehen.

Keine Unterstützung von außerhalb

Unterstützung von außerhalb erhielten die Emsdettener Neonazis nicht. Sie blieben unter sich. Auch aus den Reihen der sich mittlerweile offiziell selbst aufgelösten „Nationalen Sozialisten Münster“ reiste niemand an. Der Emsdettener Martin Wegerich, als einer von elf am Samstag vor Ort, hatte am 3. März noch im Namen dieser Gruppe bei einem Aufmarsch in Münster gesprochen.

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