W/GM: Neonazistische „Mobilisierungstour“ am Samstag (Update)

Posted on 22. August 2012 von


WUPPERTAL/ GUMMERSBACH – Eine Woche vor ihrem geplanten Aufmarsch  am 1. September in Dortmund wollen Neonazis am Samstag (25. August) eine „Mobilisierungstour“ durchführen. Bekannt geworden sind bis dato zwei Kundgebungen in Gummersbach und Wuppertal. Mit weiteren Stationen im Rheinland und in Westfalen ist zu rechnen.

Kundgebungen für den „Nationalen Antikriegstag“

Zwischen 15.00 und 17.00 Uhr wollen sich die Neonazis in der Kreisstadt Gummersbach (Oberbergischer Kreis) versammeln, um für ihren Event „Nationaler Antikriegstag“ zu werben. Anschließend geht es dann weiter zu einer Kundgebung nach Wuppertal. Beide Veranstaltungen sind von einem Mitglied der „Nationalen Sozialisten Wuppertal“ angemeldet worden. In Gummersbach und Umgebung sind die neonazistischen „Freien Kräfte Oberberg“ aktiv.

Zwei Bustouren in 2011

Vermutlich werden die Neonazis mit einem Reisebus unterwegs sein. Bereits 2011 fuhren sie mit zwei Reisebussen und einigen Transportern über das Land.  Eine Route führte von Dortmund-Aplerbeck über Lünen nach Schwerte. Der andere Bus fuhr von Pulheim über Bonn nach Bad Neuenahr (Rheinland-Pfalz). An allen Orten wurden kurze Kundgebungen abgehalten. Zu diesem Zweck wurde auch eine Lautsprecheranlage mitgeführt. Die Insassen der beiden Busse trafen einander abends zu einer gemeinsamen Demonstration in Leverkusen-Opladen. Während die Dortmunder „Autonomen Nationalisten“ für die Organisation der Kundgebungen im Ruhrgebiet verantwortlich waren, kümmerten sich derzeitig inhaftierte Aktivisten des „Aktionsbüros Mittelrhein“ um die Logistik für die Rheinland-Route.

Keine öffentliche Bewerbung

Für ihre „Mobilisierungstour“ warb die Neonazi-Szene im vergangenen Jahr nur im engsten Kreis, öffentliche Ankündigungen gab es nicht. Das Kalkül der VeranstalterInnen, möglichst ungestört von Gegenprotesten agieren zu können, ging weitestgehend auf. Dabei spielte ihnen auch die Informationspolitik von Polizeibehörden und Stadtverwaltungen in die Hände, die vielerorts nicht über die Anmeldungen informierten. Auch in diesem Jahr wird die „Mobilisierungstour“ nicht im Internet beworben.

  • Update: Jetzt, da es sich nicht mehr verheimlichen lässt, rufen die „Freien Kräfte Oberberg“  im Internet zu einer „Mobilisierungsaktion“ in Gummersbach auf.
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