Presseschau: Alemannias „Fan-Krieg“: Fall für den Strafrichter

Posted on 17. August 2012 von


Aachen – Der politische aufgeladene Konflikt in  der Fanszene von Alemannia Aachen beschäftigte am Mittwoch, den 15. August, das Amtsgericht  Aachen. Zwei Mitglieder der rechtsoffenen Fangruppe „Karlsbande Ultras“ hatten zwei Mitglieder der „Aachen Ultras“ wegen Körperverletzung angezeigt. Hintergrund soll ein Faustschlag am Rande eines Heimspiels im März gewesen sein, berichtet die Aachener Zeitung.

Stadionverbot wegen Hitlergruß

Doch dieser konnte den Beschuldigten nicht nachgewiesen werden, sie wurden freigesprochen. Zumal der Richter die Glaubwürdigkeit der beiden mutmaßlichen Geschädigten stark anzweifelt. Die beiden gehören zur „Karlsbande“, beide sind der Polizei als „Gewalttäter Sport“ bekannt. Einer von ihnen erschien im Gericht im Outfit von „Thor Steinar“, der andere musste eingestehen, dass er zurzeit ein Stadionverbot wegen Zeigen des Hitlergrußes im Stadion habe. Doch einen möglichen politischen Hintergrund wollte der Richter nicht bewerten.Anders der Anwalt der „Aachen Ultras“, er vermutet in den Anzeigen der „Karlsbande“-Leute den Versuch, an die Adressen seiner Mandanten zu gelangen. Erst vor einer Woche hatten Hooligans und „Karlsbande“ die linksorientierten „Aachen Ultras“ nach einem Auswärtsspiel in Saarbrücken angegriffen.

Zum Bericht der Aachener Zeitung.

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