HAM: „Kameradschaft“ hofft auf Gründung einer „Bürgerwehr“

Posted on 10. August 2012 von


Hamm – Die neonazistische “Kameradschaft Hamm“ ergeht sich einmal mehr in Gewaltphantasien. Sie hofft, dass die BewohnerInnen des Hammer Stadtteils Heesen eine Bürgerwehr gründen – und gibt Tipps zur richtigen Bewaffnung.

Hintergrund der kürzlich auf der Internetseite der Kameradschaft veröffentlichten Überlegungen sollen bislang ungeklärte Brandstiftungen im Stadtteil sein. In der Lokalpresse warnte die Polizei vor Tendenzen zur Gründung einer Bürgerwehr. Die „Kameradschaft Hamm“, deren Mitglieder in der Vergangenheit für zahlreiche Drohungen, Gewalttaten und Sachbeschädigungen an Parteibüros verantwortlich waren, möchte die BürgerInnen beim Aufbau einer Bürgerwehr allerdings „nach Kräften unterstüzten“.

Empfehlung zum Kauf von Gaspistolen

Schließlich glauben sie, „den Herrschenden“ sei daran gelegen, „ihr Volk so wehrlos wie möglich zu halten“. Deswegen gäbe es in Deutschland restriktive Waffengesetze. Die „Kameradschaft“ empfiehlt aber den Kauf von Gaspistolen, diese seien schließlich frei zu erwerben. Mit einer rechtlich problematischen Sicht versuchen die Neonazis die Bildung von Bürgerwehren als „Akt kollektiver Notwehr“ zu legitimieren. Schließlich dürfe jeder „Angriffe“, wenn nötig auch mit Gewalt, abwehren. Der Autor eines Kommentars unter dem Bericht weiß, dass sich die neonazistische Selbstjustiz nicht nur gegen „Brandstifter“ sondern auch gegen politische GegnerInnen richten soll. „Es sind auch vermehrt antifaschistische Aktivitäten in Heesen“, heißt es kurz und knapp.

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Posted in: Allgemeines