OWL: JN in Ostwestfalen im Aufbruch?

Posted on 17. Juli 2012 von


Ostwestfalen – Am Samstag, 14. Juli 2012, führte der NPD-Kreisverband Ostwestfalen zusammen mit dem JN-Bundesvorstandsmitglied Sebastian Richter eine Informationsveranstaltung durch. Richter warb laut Eigenaussagen dabei unter dem Motto „Jugend voran!“ für eine aktive Jugendarbeit und die Bildung von Kadern innerhalb der „Jungen Nationaldemokraten“ (JN), der Jugendorganisation der NPD. Eine solche soll demnächst auch in Ostwestfalen realisiert werden.

Jugendpflege

Der Referent des Abends, Sebastian Richter, der  einst der 2009 verbotenen „Heimattreuen Deutschen Jugend“ (HDJ) nahe stand, gilt inzwischen als wichtiger Akteur der „Interessengemeinschaft Fahrt und Lager“ innerhalb der „Jungen Nationaldemokraten“, die kurze Zeit nach dem Verbot der HDJ verstärkt aktiv wurde. Richter plädierte „für eine spürbare Ausweitung der Jugendarbeit auf Kreis- und Landesebene“. Diese solle sich auf die „drei Grundpfeiler Bildung, Aktivismus und Gemeinschaft stützen“. Dabei gehe es der JN nicht um einfache Anhänger, sondern um die Herausbildung „weltanschaulich gefestigte(r)“ Kader. Doch Richter geht es nicht nur um Jugendarbeit, sondern auch darum, wie die „Informationsblockaden der Systempresse“ durchbrochen werden könnten. Er selbst gab den „Blickpunkt Lausitz“, eine kostenlose Verteilzeitung heraus und könne auch sagen, „wie solch ein Projekt in Ostwestfalen aussehen könnte“.

Aus dem Nichts?

Auf der Website des JN-Bundesvorstandes wird der Erfolg der Veranstaltung vorweggenommen. Dort heißt es: „Die anwesenden Interessenten werden in den nächsten Wochen erste Veranstaltungen benachbarter JN-Gruppen besuchen und zum Ende des Jahres erste Schulungswochenenden durchführen.“ Ob Sebastian Richter tatsächlich in der Lage war, durch seinen Vortrag eine Wiederbelebung bzw. einen Neustart einer „nationalen Jugendarbeit“ im Raum Ostwestfalen herbeizuführen, darf jedoch bezweifelt werden. Eine regionale JN-Struktur  existierte in Ostwestfalen in den letzten Jahren nicht, und selbst die NPD war dort zeitweise nicht anzutreffen. Dass sich eine aktive JN-Struktur entweder aus dem buchstäblichen Nichts oder aber aus dem Spektrum der „Freien Kräfte“ zusammenfindet, erscheint als reines Wunschdenken. Hierfür fehlt es schlichtweg an Personal. Und dies nicht nur in OWL, sondern auch in nahezu allen anderen Regionen in NRW.

Zum Thema siehe auch den Artikel auf „blick nach rechts

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