K: „Marsch der Patrioten“ angekündigt

Posted on 6. Juli 2012 von


Köln – Einen „Marsch der Patrioten“ kündigt die Kölner „Division“ der rechtspopulistischen „German Defence League“ (GDL) für den 11. August 2012 in Köln an. „Wir sehen deutlich wie unsere Werte und Strukturen von vielen Seiten abgegraben und zerstört werden“, heißt es in dem Aufruf, der im Internet auf dem rassistischen Blog „pi-news“ zu finden ist. Man stehe „klar gegen die Islamisierung unseres Landes ein“.

„Einheit herstellen“

Da „Einigkeit benötigt“ werde, hat die GDL, die in NRW auch über eine „Division Westfalen“ verfügt, „Vertreter aller freiheitlicher, konservativer, patriotischer Parteien und Organisationen“ eingeladen, „sich an diesem Marsch zu beteiligen“. Der „Marsch der Patrioten“ solle „von da an regelmäßig stattfinden“ und man habe „die Hoffnung, dass diese Idee sich auf andere Städte ausbreitet“. Als Redner angekündigt werden bislang Jörg Uckermann („pro NRW“), Nicolai Vandchali („Die Freiheit“), Alexander Wettermann („Deutsche Konservative Partei“) und Sebastian Nobile von der GDL. Es würden aber noch weitere Redner hinzukommen. Im „pro NRW“-nahen Blog „freiheitlich.me“ freut man sich angesichts des angekündigten Auftritts von Vandchili darüber, dass sich offenbar auch bei der „pro“-Konkurrenzpartei „Die Freiheit“ etwas „bewegen“ würde. Diese lehnt eine Zusammenarbeit mit „pro“ weiterhin ab und steht damit der geforderten „Einheit“ entgegen.

Große Worte, wenig Personal

Bislang ist in NRW lediglich die GDL-„Division Köln“ in Erscheinung getreten, die sich seit April 2012 zu Wort meldet und bis dato an drei „pro“-Kundgebungen in Duisburg, Köln und Frankfurt am Main teilnahm. Die „Division Westfalen“ teilte bisher lediglich mit, sie befinde sich „momentan im Aufbau“. Als Vertreter der Kölner „Division“ tritt meist der 32-jährige Nobile in Erscheinung, der am 9. Juni bei der von „pro NRW“ veranstalteten Kundgebung gegen eine Veranstaltung des salafistischen Spektrums in Köln-Deutz auch als Redner auftrat. Zwei Wochen später, am 23. Juni, stand er dann bei einer Minikundgebung in Frankfurt am Main am Mikro.

Im Internet gibt die GDL an, über insgesamt 16 „Divisionen“ zu verfügen. Trotz großer Worte scheint sie bislang aber über wenig Personal zu verfügen. Die KundgebungsteilnehmerInnenzahlen aus den Reihen der GDL dürften den zweistelligen Zahlenbereich – wenn überhaupt – nur ganz knapp erreicht haben.

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Posted in: Allgemeines