K: Pro NRW stilisiert die Deutschen zu Opfern

Posted on 30. Mai 2012 von


KÖLN – „Pro NRW“ versucht sich mit der Erinnerung an die Bombenangriffe auf Köln im Zweiten Weltkrieg zu profilieren. Der Antrag der „pro Köln“-Fraktion, eine Ausstellung zum Thema im Rathaus zu zeigen, sei abgelehnt worden, beklagte die Organisation heute. Man sei Opfer eines „Zeitgeist-Dogmas“.

„Pro NRW“ behauptet, ein „Dogma des Zeitgeistes“ laute, es habe „im 20. Jahrhundert nur deutsche Täter und fremde Opfer gegeben“. Demzufolge dürfe man deutsche Opfer einerseits, andererseits aber auch „regelrechte Terrorangriffe“ der Alliierten im Zweiten Weltkrieg – die Luftangriffe auf Köln seien solche gewesen – nicht thematisieren. Das „Dogma“, dass die Deutschen „nur Täter“ gewesen seien, werde „immer noch zur Durchsetzung aktueller politischer Ziele genutzt“ – dem Verweis auf die verbrecherische deutsche Vergangenheit widersetze sich niemand. Diesen „Mechanismus“ habe nun endlich „Thilo Sarrazin in seinem neuen Buch zum Euro erwähnt“.

Die historischen Zusammenhänge von Ursache und Wirkung rückt das Kölner Stadtmuseum, das am 1. Juni eine Ausstellung über die „Trümmer von Köln“ nach dem Zweiten Weltkrieg eröffnet, zurecht: „Was die deutsche Luftwaffe im von Nazi-Deutschland entfesselten Krieg in Warschau, Rotterdam oder Coventry anrichtete, schlug nun auf deutsche Städte zurück.“

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