NRW: NPD-Chef solidarisch mit braunen Kameraden

Posted on 11. Mai 2012 von


BOCHUM/KÖLN – Nach dem Verbot der neonazistischen „Kameradschaft Walter Spangenberg“* hat sich NPD-Landeschef Claus Cremer mit den braunen „Kameraden“ solidarisch erklärt.

„Dieses System“, so wetterte Cremer am Donnerstag, zeige wie schon bei vorhergehenden Organisationsverboten, „seine wahre Fratze“. Veröffentlicht wurde sein Beitrag zwar nicht auf der Homepage der NRW-NPD, aber auf deren Facebook-Seite.

Die NPD solidarisiere sich „mit den betroffenen Kameradinnen und Kameraden, auch wenn es in der politischen Ausrichtung bzw. Außendarstellung unterschiedliche Auffassungen gegeben haben mag“. Wie wiederholt berichtet, hatte die NPD es abgelehnt, den Anführer der Kölner „Kameradschaft“, Axel Reitz, als Mitglied in ihre Reihen aufzunehmen. Unter anderem diese Ablehnung hatte seit 2010 zu Konflikten zwischen dem Landesvorstand und der offen bekennenden NS-Fraktion innerhalb der Partei geführt. „In Zeiten wie diesen müssen nationale, patriotische und freiheitliche Kräfte jedoch zusammenstehen, da hier alle nationalen Menschen kriminalisiert werden sollen“, meint Cremer.

Erst einmal gibt es aber Wichtigeres für die NPD zu tun: „Nach der Wahl“, so schrieb der NPD-Landesvorsitzende, werde er „Kontakt zu führenden Vertretern der freien Kameradschaften aufnehmen und schauen, ob man nicht gemeinsam einen Weg finden kann gegen diesen Verbotswahn bzw. gegen diese Kriminalisierungsversuche vorzugehen“. (ts)

* https://nrwrex.wordpress.com/2012/05/10/k-neonazi-kameradschaft-walter-spangenberg-verboten/

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Posted in: Allgemeines