NRW: NPD mit 15 Kandidaten auf der Landesliste

Posted on 21. April 2012 von


BOCHUM – Bisher hatte die NPD nur die ersten fünf Kandidaten auf ihrer Landesliste für die Wahl am 13. Mai öffentlich kommuniziert. Aus einer Aufstellung der Landeswahlleiterin geht nun hervor, wer sonst noch für die Partei antritt.

Die Namen der ersten fünf NPDler auf der Landesliste bargen keine Überraschungen*: Angeführt wird sie vom Landesvorsitzenden Claus Cremer (Jahrgang 1979) aus Bochum. Ihm folgen Ariane Meise (1960) aus Niederkassel im Rhein-Sieg-Kreis, das Lüdenscheider Stadtratsmitglied Stephan Haase (1968), der Dortmunder NPD-Ratsherr Axel Thieme (1949) und Timo Pradel (1971), Mitglied des Iserlohner Stadtrats und des Kreistags im Märkischen Kreis. Haase und Pradel gehören dem NPD-Landesvorstand als stellvertretende Vorsitzende an. Meise leitet dort die „Rechtsabteilung“, Thieme ist einfacher Beisitzer.

Kunkel auf Platz sechs

Auf Platz sechs tritt Willibert Kunkel (Jahrgang 1950) aus Stolberg an, Vorsitzender des Kreisverbands Aachen, Beisitzer im Landesvorstand und Stadtratsmitglied in Stolberg. Siebter auf der Liste ist der Essener Stadtrat und NPD-Kreisvorsitzende Marcel Haliti (1983). Auf Platz acht folgt das Wuppertaler Stadtratsmitglied Peter Michael Schnorr (1954), der im vorigen Jahr von seinem Kreisverband wegen angeblich nicht abgeführter Mandatsträgerbeiträge gerüffelt worden war.** Ihm folgt Marion Figge (1964) aus Bochum, Landesvorstandsmitglied und dort Leiterin des Sekretariats. Gunter Kretzschmann (1951), Rats- und Kreistagsmitglied aus Viersen, ist auf Listenplatz zehn notiert, gefolgt von Christian Wintzen (1985), dem Kreisvorsitzenden in Mönchengladbach. Matthias Pohl (1980), Schulungsleiter im Landesvorstand und „Regionalbeauftragter“ der Partei für das Münsterland, steht auf Listenplatz zwölf. Alexandra Stölting (1989) aus Viersen, Frank Pfennings (1962) aus Mönchengladbach und Sven Stölting (1983) aus Viersen komplettieren auf den Plätzen 13 bis 15 die NPD-Landesliste.

Fünf Direktkandidaten

Wie berichtet, hatte die NPD ebenso wie „pro NRW“ darauf verzichtet, Direktkandidaten in den 128 Wahlkreisen zu nominieren. In fünf Wahlkreisen werden aber Vertreter rechter Kleinparteien auf den Stimmzetteln zu finden sein: vier Kandidaten von „Ab jetzt… Bündnis für Deutschland, für Demokratie und Volksabstimmung“ in den Wahlkreisen im Rhein-Sieg-Kreis sowie ein Kandidat vom „Bund für Gesamtdeutschland“ (BGD) im Wahlkreis Oberbergischer Kreis I, dem nördlichen Teil des Kreises, inklusive Gummersbach. (ts)

* https://nrwrex.wordpress.com/2012/03/29/nrw-auch-npd-hat-kandidaten-nominiert/

** https://nrwrex.wordpress.com/2011/08/22/wen-zoff-bei-der-npd-%e2%80%93-knausriges-ratsmitglied/

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