Presseschau: „Pro NRW“-Postwurfsendung mit Nachspiel im Gelsenkirchener Rat

Posted on 23. März 2012 von


GELSENKIRCHEN – Da wollte die Gelsenkirchener „pro NRW“-Ratsfraktion nachweisen, dass ihre Mitglieder doch nicht die Absahner sind, für die sie nach einer Berichterstattung bei WAZ und WDR hier und da gehalten werden – und wieder ging der Schuss nach hinten los. Eine Postwurfsendung der Rechtspopulisten zum Thema Fraktionsfinanzen sorgte jetzt für ein Nachspiel im Stadtrat, berichtet die WAZ. In jener Postwurfsendung hatte die Truppe um Fraktionschef Kevin Hauer beispielsweise notiert: „Einnahmen aus Nebentätigkeiten im Kalenderjahr 2010 des OB Baranowski: 42.586,52 €.“ Dabei hatte Hauers Fraktion aber nicht erwähnt, dass alle Nebeneinkünfte des Oberbürgermeisters oberhalb von 6.000 Euro an die Stadtverwaltung abgeführt werden. Schlampig gearbeitet wurde bei der Produktion des „pro“-Papiers offenbar ebenfalls, wie der WAZ-Bericht nahelegt. So waren den Grünen insgesamt 20 500,32 Euro Verdienstausfall und Hausfrauenentschädigung für die letzten Jahre zugeordnet worden – fast dreimal soviel wie tatsächlich gezahlt wurde und offenbar eine Verwechslung mit der FDP. Die Grünen haben die Postwurfsendung inzwischen Anwälten zur juristischen Prüfung übergeben. Zum ausführlichen WAZ-Bericht:

http://www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen/ein-nachspiel-im-rat-id6490333.html

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