NRW: „Republikaner“ wissen nicht so recht, was sie wollen (sollen)

Posted on 15. März 2012 von


ALSDORF – Ein Landesvorsitzender einer Partei, der einen Tag nach der Auflösung des Landtages zum Thema Neuwahl Stellung nimmt, aber mit keinem Wort verrät, ob denn seine eigene Partei antreten will: Doch, das gibt’s.

Die Partei sind die „Republikaner“, ihr Vorsitzender ist das Alsdorfer Stadtratsmitglied Andreas Weber. Die Neuwahl werde „hoffentlich einen endgültigen Schlussstrich unter dieses unsägliche Kapitel (gemeint ist die rot-grüne Koalition, d. Red.) ziehen und einen Politikwechsel einläuten“, meinte er heute. Ob seine Partei dabei freilich auf den Stimmzetteln stehen wird, ließ Weber offen.

Dagegen spricht der desolate Zustand des Landesverbandes, der nur noch in wenigen Städten wirklich aktiv ist, eine Kooperation mit „pro NRW“ bisher aber nicht befürwortet hat. Schon die erforderlichen 1000 Unterstützungsunterschriften zu sammeln, könnte die Kräfte der NRW-„Republikaner“ überfordern.

Gegen eine Festlegung über eine Wahlteilnahme zum jetzigen Zeitpunkt spricht aber vor allem, dass am Wochenende ein für die Zukunft des Landesverbandes wichtiger Termin ansteht: In „pro NRW“-Kreisen wird der Hinweis gestreut, dass am Samstag die Bundesspitze der „Republikaner“ mit den Führungskräften der selbst ernannten „Bürgerbewegung“ zusammensitzt, um abermals über eine Zusammenarbeit zu beratschlagen. Klare Positionierungen schon vor diesem Termin verbieten sich da eigentlich von selbst. (ts)

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