Nebenbei: Uckermann for President

Posted on 18. Februar 2012 von


LEVERKUSEN/KÖLN – „Pro NRW“-Chef Markus Beisicht hat nach dem Rücktritt von Christian Wulff eine Direktwahl des Bundespräsidenten gefordert. Es sei an der Zeit, das „höchste Staatsoberhaupt“ vom Volk direkt wählen zu lassen. Und: „Unser Land ist reif für eine unabhängige Persönlichkeit, die das Vertrauen des Volkes genießt.“ An wen er dabei denkt, hat der oberste „Bürgerbewegte“ nicht verraten. Wir hätten da aber schon eine Idee.

Gerade erst hat Jörg Uckermann, Ratsmitglied für „pro Köln“ in der Domstadt, seinen Hut für ein anderes Amt in den Ring geworfen. Er stelle sich der Verantwortung und würde bei der Oberbürgermeisterwahl in Duisburg als „freiheitliche Alternative“ kandidieren, betonte er dieser Tage staatstragend. Voraussetzung ist, dass er „von den Freunden in Duisburg gerufen“ wird. Eine seiner besonderen Qualifikationen nannte Uckermann auch: „Ich bin lange in der Kommunalpolitik tätig gewesen und würde meine Erfahrungen gern in ein so wichtiges Amt einbringen.“

Warum nicht gleich in ein noch wichtigeres? Machen wir uns nichts vor: Wer sich den Chefstuhl im Duisburger Rathaus zutraut, könnte auch Bundespräsident können. Im konkreten Fall hätte ein Kandidat Uckermann sogar bereits so etwas wie Berufserfahrung vorzuweisen. Schließlich amtiert er seit Monaten – sogar skandalfrei, soweit bekannt – als „Präsident“ der „Kommunalpolitischen Vereinigung der Pro-Bewegung“.

Vor übertriebenen Hoffnungen wäre Uckermann, der wegen der verschiedensten Vorwürfe ins Visier der Justiz geriet*, freilich zu warnen: Die strafrechtliche Immunität schützt nicht einmal das höchste oder gar das allerhöchste Staatsoberhaupt ewig, wie der Fall Wulff bzw. Wulffs Fall bewies. (rr)

* Uckermann und die Justiz (I): https://nrwrex.wordpress.com/2012/01/15/k-%e2%80%9epro-koln-stadtrat-uckermann-hat-wieder-einmal-probleme-mit-der-justiz/

Uckermann und die Justiz (II): http://www.ksta.de/html/artikel/1307180047489.shtml

Uckermann und die Justiz (III): http://www.ksta.de/html/artikel/1314765882425.shtml

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