NRW: „Republikaner“ wollen lieber eigene Strukturen ausbauen

Posted on 6. Februar 2012 von


AACHEN/NÜRTINGEN – In Nürtingen trafen sich die baden-württembergischen „Republikaner“ zu ihrem Landesparteitag, in Aachen kamen ihre nordrhein-westfälischen Parteifreunde zum Neujahrsempfang zusammen. Im Südwesten gab Parteichef Rolf Schlierer ein – unverbindliches – Bekenntnis zur Zusammenarbeit mit der „Pro-Bewegung“ ab. Im offiziellen REP-Veranstaltungsbericht zur Aachener Veranstaltung hingegen findet sich zur Kooperation der nicht-neonazistischen Rechtsaußen kein Wort.

„Wir haben eine Zukunft, wenn wir neue Allianzen eingehen“, sagte Schlierer der Mitteilung seiner Partei zufolge bei dem Treffen in Nürtingen. Dazu gehöre auch die „Zusammenarbeit mit anderen freiheitlich-konservativen Kräften wie der Pro-Bewegung“. Dass die selbst ernannte „Bürgerbewegung“ der bevorzugte Bündnispartner für die REP sein könnte, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Und auch wie eng die „Zusammenarbeit“ eventuell ausfallen soll – bei „pro NRW“ denkt man gar an gemeinsame Wahlantritte –, wird nicht verraten.

„Pro NRW“ nicht erwähnt

Stellen die zitierten Äußerungen Schlierers schon lediglich ein relativ schwaches Bekenntnis zu einem Bündnis mit der rechtspopulistischen Truppe rund um den Leverkusener Anwalt Markus Beisicht dar, so muss der REP-Bericht über den Empfang der NRW-„Republikaner“ am Sonntag die Funktionäre der selbst ernannte „Bürgerbewegung“ noch mehr verärgern.

Vorgestellt worden seien bei der Veranstaltung in einer „adäquaten und historischen Räumlichkeit“ in Aachen die Vorbereitungen zur Bundestagswahl und die nächsten Kampagnen des Landesverbandes, hieß es. Die „Republikaner“ würden „in NRW wieder konservative und bürgernahe Politik vorantreiben“, ließ sich deren Landesvorsitzender Andreas Weber zitieren. Und: „Schritt für Schritt werden wir den strukturellen Ausbau fortsetzen und den Menschen in unserem Bundesland zeigen, dass der Wunsch nach freiheitlicher zukunftsorientierter Politik durch die Republikaner in die Tat umgesetzt werden kann.“

Und „pro NRW“? Findet überhaupt keine Erwähnung. (ts)

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