BO: 27. Januar als „Freuden- und Trauertag“ (II)

Posted on 27. Januar 2012 von


BOCHUM – Auch die nach ihrem letzten Parteitag angeblich auf „seriös-radikal“ gewendete NPD mag auf ihr Spiel mit antisemitischen Assoziationen nicht verzichten.

Ihr Bochumer Kreisverband, angeführt vom Landesvorsitzenden Claus Cremer recycelte heute eine Erklärung, die bereits im vorigen Jahr anlässlich des Holocaust-Gedenktages veröffentlicht wurde. Zur Erinnerung noch einmal die „NRW rechtsaußen“-Meldung zum Thema aus dem Januar 2011:

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Wie schafft man es als NPD-Funktionär am Holocaust-Gedenktag, dem antisemitischen Anhang deutlich zu machen, dass man sich im Ungeist einig ist – ohne zugleich in die Gefahr zu geraten, sich dabei strafbar zu machen?

Die Bochumer NPD, Heimatkreisverband des Landesvorsitzenden Claus Cremer, übt sich heute in dieser Disziplin. „Mit Stolz, aber auch Trauer gedenken wir dem 27. Januar“, heißt es auf deren Homepage. Der 27. Januar könne „von der deutsche Nation als Freuden-, aber auch als Trauertag begangen werden“.

Auf der freudigen Seite notieren die Bochumer NPDler die Geburtstage des „ostmärkischen“ Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart am 27. Januar 1756 und des letzten deutschen Kaisers am 27. Januar 1859, der für ein „selbstbewußtes und wirtschaftlich blühendes Deutschland“ gestanden habe. Und der Grund zum Trauern: „Mit einem von 55 Bombern geflogenen Luftangriff auf Wilhelmshaven beginnt am 27.01.1943 der Bombenterror der amerikanischen Luftwaffe am Tag.“

Sonst war da nichts Bemerkenswertes für die NPD. Jedenfalls nichts, was sie, würde es geäußert, nicht als antisemitischen Pöbel entlarven würde. Die „Kameraden“ aber wissen, wie’s gemeint ist… (ts)

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