K: Gewerkschaft rügt rechtes Mitglied

Posted on 5. Juli 2011 von


Köln – Die Gewerkschaft ver.di hat einen Ausschluss des rechten Publizisten Rolf Stolz aus der Gewerkschaft zwar abgelehnt, ihn aber wegen „fortgesetzter Verstöße gegen Satzung, Beschlusslage und wegen gewerkschaftsschädigendem Verhalten“ mit einer Rüge belegt.

Dies berichtete am Montag das rechte Internetportal „Politically incorrect“ (PI), bei dem Stolz, Mitglied des Verbandes deutscher Schriftsteller (VS) in der Gewerkschaft ver.di, in den letzten Jahren zunehmend Unterstützung gefunden hat. Stolz drohe bei ähnlichem Verhalten wie in der Vergangenheit der Rauswurf bei ver.di, berichtete PI.

Stolz (Jahrgang 1949) sah bzw. sieht sich als „nationaler Linker“. Der Ex-SDSler, der zu den Gründungsmitgliedern der Grünen gehört haben soll, war spätestens in den 90er Jahren im Rechtsaußen-Spektrum aufgefallen, so als stellvertretender Vorsitzender des von Alfred Mechtersheimer gegründeten „Friedenskomitees 2000 für Entmilitarisierung, Truppenabzug und Selbstbestimmung“. Auf viel Lob in der Rechten stieß auch sein 1994 erschienenes Buch „Die Mullahs am Rhein. Der Vormarsch des Islam in Europa“.

„Raub des deutschen Ostens“

Der „blick nach rechts“ berichtete Anfang 2009*, der Kolumnist des Rechtsaußen-Wochenblatts „Junge Freiheit“ und „rigorose ,Islamkritiker’“ ziehe über den „Vormarsch des Islam in Europa“ gegen die „langsame Entmachtung und Überfremdung der Deutschen“ im „multiunkulturellen Chaos-Staat“ zu Felde. In einer Rede beim Wartburgfest von Mechtersheimers „Deutschland-Bewegung“ im Jahre 1997 habe Stolz nicht nur wortreich über das „Ausländerproblem“ geklagt, sondern auch den „von Massakern begleiteten Raub des deutschen Ostens durch die polnischen, tschechischen und russischen Sozialfaschisten“ nach dem Zweiten Weltkrieg angeprangert.

Wiederholt trat Stolz bei extrem rechten Burschenschaften wie der Münchener „Danubia“ auf. Auch die „Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn“, die zuletzt wegen der Auseinandersetzung innerhalb des Dachverbands „Deutsche Burschenschaft“ über die Einführung verbandsinterner „Rassevorschriften“ in die Schlagzeilen geraten war**, hatte ihn bereits als Referenten eingeladen.*** (ts)

* http://www.bnr.de/content/umstrittenes-mitglied

** http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,767788,00.html

*** https://nrwrex.wordpress.com/2010/12/08/bn-burschenschaft-befurchtet-%e2%80%9eaussterben-der-deutschen%e2%80%9c-und-zieht-uber-%e2%80%9ekunststaaten%e2%80%9c-her/

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