GE/LEV: „Pro NRW“ diesmal wieder im Schloss Horst

Posted on 22. März 2011 von


Gelsenkirchen/ Leverkusen – Gelsenkirchen und Leverkusen sind die bevorzugten Austragungsorte von Saalveranstaltungen der rechtspopulistischen „Bürgerbewegung pro NRW“. Gerne trifft man sich, um bürgerliche Reputation zu vermitteln, in repräsentativen Gebäuden, deren Anmietung zugleich aber nicht zu teuer sein darf. Am 4. April ist wieder einmal Gelsenkirchen an der Reihe.

Eine „deutsch-israelische Konferenz“ kündigt „pro NRW“ für diesen Tag an. Mit der Tagung will die selbst ernannte rechte „Bürgerbewegung“ nach den Worte ihres Sponsors Patrik Brinkmann beweisen, „dass eine deutsche Rechte ohne Antisemitismus Wirklichkeit geworden ist“.* Teilnehmen werden auf israelischer Seite unter anderem Vertreter der Siedlerbewegung aus dem Westjordanland.

Schloss Horst in Gelsenkirchen war wiederholt Austragungsort von „pro NRW“-Veranstaltungen. So fanden dort unter anderem der Parteitag im Sommer 2009, eine „Anti-Minarett-Konferenz“ im vorigen Jahr und am vorletzten Wochenende ein Neujahrsempfang der Gelsenkirchener „pro NRW“-Ratsfraktion statt.

Zweiter bevorzugter Veranstaltungsort der Rechtspopulisten ist Leverkusen. Dort, im Forum Leverkusen, traf man sich im vorigen und in diesem Jahr zu Parteitagen. Veranstaltungen des „pro NRW“-Landesverbandes in etwas kleinerem Rahmen werden außerdem bevorzugt in einem städtischen Bürgerzentrum in Leverkusen abgehalten. (ts)

* Mit Brinkmanns Versuchen, einerseits die deutsche Rechte auf einen Kampf gegen den Islam einzuschwören, andererseits sie durch gute Kontakte zur israelischen Rechten gegen Kritik jüdischer Gemeinden in Europa immunisieren, beschäftigt sich der lesenswerter Beitrag „Wenn Rechte pilgern“ in der Jüdischen Allgemeinen vom 3. März:

http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/9848

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