D: REP und „pro NRW“ im antiislamischen Überbietungswettkampf

Posted on 10. Januar 2011 von


Düsseldorf – Bundesweit bemühen sich „pro NRW“ und „Republikaner“ um eine Kooperation. In NRW und speziell der Landeshauptstadt Düsseldorf hingegen versteht man sich als Konkurrenz.

Nachdem die Düsseldorfer „Republikaner“ am vorigen Freitag mitgeteilt hatten, man habe mit einer Flugblattaktion mehr als 11.000 Haushalte im Düsseldorfer Süden über den Plan informiert, an der Nürnberger Straße ein „Moscheezentrum“ einzurichten, will „pro NRW“ der Konkurrenzpartei im Lager der extremen Rechten das Feld nicht überlassen. Auch eine Demonstration ist geplant, wie „pro NRW“-Chef Markus Beisicht heute ankündigte.

In Reisholz will der Verein „Masjid As-Salam Islamische Vereinigung e.V. Reisholz“ ein bereits jetzt von ihm genutztes Gebäude um ein Jugendförderungszentrum ergänzen. Dagegen machen die beiden Rechtsaußenparteien mobil. Der REP-Kreisvorsitzende Karl-Heinz Fischer kündigte am Freitag eine „umfangreichen Kampagne“ mit Verteilaktionen, Infoständen und „Mahnwachen“ an.

„Pro NRW“ zog heute nach. „Wir werden jetzt in Reisholz und Benrath den Protest gegen das fragwürdige Moscheeprojekt ankurbeln“, erklärte Beisicht. „Mit Infoständen, kleineren Mahnwachen sowie einer Demonstration“ wolle man gegen das Projekt „öffentlichkeitswirksam Stimmung machen“. Der Düsseldorfer „pro NRW“-Kreisverband werde „nicht tatenlos zusehen, dass mitten in Reisholz eine islamistische Parallelwelt entsteht“. Und nicht zuletzt – das sagte Beisicht freilich nicht – will „pro NRW“ nicht tatenlos zusehen, wie die rechte Konkurrenz und nicht man selbst ungestört mit antiislamischen Parolen Punkte zu sammeln versucht. (ts)

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