HAM: „Bildet Bürgerwehren“

Posted on 29. November 2010 von


Hamm – „Bildet Bürgerwehren“ ist ein Text betitelt, der heute auf der Homepage der neonazistischen „Kameradschaft Hamm“ erschienen ist.

Alle 14 Tage darf sich auf der Internetseite „Nina Ritter“ auslassen. „Ritter“, angeblich Jahrgang 1978 und ebenso angeblich „freie Publizistin“, schreibt kurze braune Besinnungsaufsätze. Von der Kameradschaft Hamm“ werden sie hochtrabend als „Essays“ oder „Kolumnen“ angekündigt, auch wenn sie nicht nur arg gedankenarm daherkommen, sondern auch mit manchen sprachlichen Schnitzern aufwarten.

So auch diesmal. In relativ sicheren Zeiten würden die Menschen dazu neigen, jede Form von Verantwortung und Eigeninitiative auf den Staat abzuwälzen, klagt „Ritter“. Die Denkweise dieser Menschen beschreibt sie so:: „Warum sollte ich einem Volksgenossen helfen und ihm ggfls. in einer Notsituation beiseitestehen, wenn sich der Staat doch ach so hervorragend um alles und jeden kümmert?“ Freilich meint die „freie Publizistin“, der Logik ihres Textes folgend, nicht „beiseitestehen“, sondern wahlweise „beistehen“ oder „zur Seite stehen“.

Die Lösung des Problems findet „Ritter“ dort, wo sie sie stets findet: „in den Prinzipien der Volksgemeinschaft“. Es gehe darum, „seine Probleme nicht sofort auf den Staat abzuwälzen, sondern selbst etwas für seine Volksgenossen zu tun und ihnen in Notsituationen beiseitezustehen“. Zum Beispiel durch die Bildung von „ehrenamtlichen Bürgerwehren“.

Immerhin kennt „Ritter“ die Klientel, die ihre „Essays“ und „Kolumnen“ liest. Und so scheint es ihr angeraten, ausdrücklich auf eines hinzuweisen: „daß man sich bei der Gründung einer Bürgerwehr an die derzeitigen Gesetze halten muß“. (ts)

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