W/ME: „Sobald die ersten Moscheen brennen…“

Posted on 15. Oktober 2010 von


Wuppertal/Velbert – Mit brennenden Gotteshäusern haben Nazis ihre spezifischen Erfahrungen. Gestern brannten Synagogen. Morgen werden es Moscheen sein, folgt man einem Neonazi aus dem Raum Wuppertal/Velbert, der sich auf seiner Homepage mit der Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung „Die Mitte in der Krise“* beschäftigt.

Von einer „signifikanten Zunahme antidemokratischer und rassistischer Einstellungen“ hatten die Autoren der Untersuchung, Elmar Brähler und Oliver Decker, bei der Vorstellung ihrer Repräsentativbefragung am Mittwoch gesprochen. Zwei der Ergebnisse, die jener Neonazi aus dem Bergischen Land nun anführt: 34 Prozent der Deutschen meinen, Ausländer kämen nur in die Bundesrepublik, um abzukassieren. 75 Prozent der Ostdeutschen wollen die Religionsausübung für Muslime erheblich einschränken.

Aus solchen Ergebnissen schöpft er Hoffnung. „Wer Multi-Kulti bis zum Erbrechen durchsetzen will, der darf sich nicht wundern, wenn es eines Tages über einem selbst hereinbricht.“ Der Plan, „das deutsche Volk durch eine Multi-Kulti-Gesellschaft abzuschaffen“, sei „fast bis ins kleinste Detail durchdacht und vorprogrammiert“ gewesen, meint er. Nur mit der extremen Ablehnung gegenüber Muslimen habe man nie gerechnet. Genau dies, so schreibt der Autor weiter, könne den „antideutschen Kräften“ in den nächsten Jahren zum Verhängnis werden: „Sobald die ersten Moscheen in der BRD brennen, werden sich viele denken, man hätte doch besser schon vor 30 Jahren auf die Rechten hören sollen.“ (ts)

* http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,722751,00.html

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