SU: Und noch eine Minipartei

Posted on 14. Oktober 2010 von


Troisdorf – So manche rechte Partei hat Dieter Danielzick aus Troisdorf bereits durchlaufen. Jetzt hat er eine neue politische Heimat gefunden. Und NRW hat eine weitere Kleinstpartei: die „Deutsche Konservative Partei“, Kurzbezeichnung: „Die Konservativen“.

So günstig geht's: Zwei Euro beträgt der Mindestbeitrag der "Deutschen Konservativen Partei".

Am Wochenende fand in Danielzicks Heimatstadt die Gründungsversammlung des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen statt. Erster Landesvorsitzender der Minipartei wurde Danielzick. In der Vergangenheit hatte er sein politisches Glück bei den „Republikanern“, als „Generalsekretär“ der Kleinstpartei „Ab jetzt… Bündnis für Deutschland“, bei „pro NRW“, wo er bis zum stellvertretenden Vorsitzenden aufstieg*, sowie als parteiloser Direktkandidat der „Deutschen Partei“ (DP) bei der Landtagswahl versucht.

Richtig erfolgreich war er nirgendwo. „Ab jetzt…“ kam nie wirklich über den heimischen Rhein-Sieg-Kreis hinaus, bei „pro NRW“ schied Danielzick im Streit mit der Führungsriege um Markus Beisicht, und für die Direktkandidatur auf dem Ticket der DP fehlte es am Ende an Unterstützungsunterschriften.

Wie viele Mitglieder am Sonntag an der Gründung des Landesverbandes teilgenommen haben, teilte die Partei nicht mit. Die Namen der Vorstandsmitglieder könnten die Vermutung nahelegen, dass der Rahmen der Veranstaltung eher recht familiär gewesen sein könnte. Neben Danielzick gehören dem Vorstand sein Stellvertreter Thomas Wendt, der Schriftführer Martin Wendt, die stellvertretende Schriftführerin Andrea Wendt, Schatzmeister Wolfgang Hinz und dessen Stellvertreter Guido Krechel an.

Die 2009 gegründete „Deutsche Konservative Partei“, die unter anderem mit antiislamischen Tönen punkten will, sieht sich selbst „in der Tradition und Nachfolge“ jener Partei gleichen Namens, die 1945 gegründet wurde und sich 1955 auflöste. Gerne hätte man offenbar statt der jetzt benutzten Kurzbezeichnung „Die Konservativen“ ein anderes Label gewählt: „Leider war es uns nicht möglich das alte Kürzel DKP zu übernehmen, weil es heute von der ,Deutsche Kommunistische Partei’ benutzt wird“, heißt es auf ihrer Homepage. (ts)

* https://nrwrex.wordpress.com/2010/02/09/su-ehemaliger-%e2%80%9epro-nrw%e2%80%9c-vize-%e2%80%9eviel-schaumschlagerei-in-dieser-partei%e2%80%9c/

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