EN: Ennepetaler Stadtrat verlässt die NPD

Posted on 17. September 2010 von


Ennepetal – Andre Hüsgen, Ratsmitglied in Ennepetal, ist aus der NPD ausgetreten. Das Ratsmandat will er offenbar behalten.

Mitte der Woche hatte Hüsgen, Jahrgang 1972 und von Beruf Buchhalter, der Stadtverwaltung offenbar seinen Austritt aus der NPD mitgeteilt. Mit Wirkung zum 16. September wird er bei der Stadt als parteiloses Ratsmitglied geführt. Bei der Kommunalwahl Ende August 2009 war die NPD in Ennepetal auf 2,1 Prozent der Stimmen gekommen. Das reichte für ein Ratsmandat.

Hüsgen war Ende Februar 2009 von den „Republikanern“ zur NPD gewechselt. Die NPD erklärte seinerzeit, Hüsgen, der mehr als zehn Jahre bei den „Republikanern“ aktiv war, habe damit „die Konsequenzen aus dem immer seltsamere Blüten treibenden Anbiederungskurs“ der REP-Spitze „an das herrschende System“ gezogen. Hüsgen, zu diesem Zeitpunkt Mitglied der Bezirksvertretung Wuppertal-Oberbarmen, behielt auch nach seinem damaligen Parteiwechsel sein Mandat. Bei der Kommunalwahl 2009 trat er dann als Listenerster der NPD in der Nachbarstadt Ennepetal an.

Aufgefallen war er im Rat vor allem durch seinen Antrag, einen „Reintegrationsrat“ einzurichten. „Dieses aus Vertretern derzeit in Ennepetal ansässiger ausländischer Volksgruppen zu bildende Gremium dient in Zusammenarbeit mit der zu schaffenden Stelle eines kommunalen Ausländerrückführungsbeauftragten zur Koordination der Rückkehr derzeit hier lebender Ausländer in ihre Heimatstaaten“, hieß es in dem Antrag, dessen Begründung durch eine rassistische Diktion geprägt war. (ts)

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