Nebenbei: Timo Pradel und wie schwierig es ist, heutzutage gutes Personal zu finden

Posted on 24. Juli 2010 von


Iserlohn – Timo Pradel muss vieles selber machen. Zu viel, wie es scheint.

Er ist Landesorganisationsleiter der NPD, Kreisvorsitzender der Partei im Märkischen Kreis, Stadtverbandsvorsitzender im heimischen Iserlohn, Kreistagsmitglied in Lüdenscheid, Stadtratsmitglied in Iserlohn. Außerdem geht der 39-Jährige dem ehrbaren Beruf eines Fahrdienstleiters nach. Zwischenzeitlich versuchte er sich zudem als „Bürgerreporter“ eines Anzeigenblattes. Und er ist mit einer Fülle von Hobbys gesegnet: Er fährt Motorrad und Mountainbike, wandert (als Mitglied im SGV), kocht, sauniert und verbringt gern Zeit mit seiner Familie, wie er in einem persönlichen Profil im Internet angab.

Das ist schon einmal viel, vielleicht zu viel für einen Menschen allein, aber doch noch nicht alles. Als im vorigen Jahr ein Bundestagskandidat der NPD in seiner Region gebraucht wurde, warf Pradel sich in die Schlacht. Und auch bei der Landtagswahl in diesem Jahr trat selbstredend er für seine Partei an.

Das alles – sollte man meinen – bringt eine Menge an sozialen Kontakten mit sich. Doch anscheinend gab es niemanden, der ihm sagte, dass die Landtagswahl längst gelaufen, der Wahlkampf seit mehr als zweieinhalb Monaten beendet und es daher gar nicht mehr erforderlich ist, auf seiner persönlichen Internetseite nach wie vor für einen Einzug der NPD ins Landesparlament die Werbetrommel zu rühren. (rr)

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