DO: NPD schwärzt „pro NRW“ beim Ordnungsamt an

Posted on 25. Mai 2010 von


Dortmund – Seit mehr als zwei Jahren führen NPD und „pro NRW“ in Nordrhein-Westfalen einen Kleinkrieg gegeneinander. Die NPD in Dortmund glaubt jetzt eine neue Masche gefunden zu haben, um der ungeliebten Konkurrenz im Lager der extremen Rechten schaden zu können.

Glaubt man einer Mitteilung der Dortmunder NPD, so hat sie dem Ordnungsamt der Stadtverwaltung eine genaue Aufstellung der Standorte übergeben, wo auch jetzt noch – mehr als zwei Wochen nach der Landtagswahl – Wahlplakate von „pro NRW“ zu finden sind. Verbunden ist diese Mitteilung mit dem süffisanten Hinweis, der „pseudonationalen Spaltertruppe Pro-NRW“ gehe wohl die Puste aus, wenn 16 Tage nach der Wahl immer noch zahlreiche Wahlplakate der „0,7% Bürgerbewegung“ (gemeint ist offenbar das Dortmunder Ergebnis von „pro NRW“) im gesamten Stadtgebiet hängen würden.

Bei der NPD hofft man eventuell darauf, dass die Dortmunder Stadtverwaltung so vorgeht wie deren Kölner Kollegen nach der Kommunalwahl im vorigen August. Die hatten – nachdem die Frist zum Abnehmen der Plakate in der Domstadt verstrichen war – die Pappen selbst abgenommen und „pro Köln“ dafür je Plakattafel 25 Euro in Rechnung gestellt. „Pro Köln“ war dafür bei mehr als 1300 hängen gebliebener Plakate eine Rechnung über mehr als 33.000 Euro ins Haus geflattert. Eine Forderung, die aber noch juristisch umstritten ist. (ts)

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