NRW: REP-Vize legt der Landesvorsitzenden Winkelsett Rücktritt nahe

Posted on 11. Mai 2010 von


Mainz/Senden – Der „Republikaner“-Bundesvize Stephan Stritter hat der nordrhein-westfälischen Landesvorsitzenden Ursula Winkelsett (Senden) nach der Pleite bei der Landtagswahl den Rücktritt von ihrem Amt nahegelegt.

„Wenn Frau Winkelsett politisch denken würde, müsste sie nach diesem Wahldesaster ihr Amt zur Verfügung stellen und zurücktreten“, erklärte Stritter im Gespräch mit der extrem rechten Internetplattform „Gesamtrechts“. Er habe davor gewarnt, dass „zwei programmatisch fast identische Parteien wie die Republikaner und pro NRW gleichzeitig zur Wahl antreten“, habe aber im Parteivorstand keine Mehrheit erreichen können. Stritter: „Die Engstirnigkeit und der fehlende politische Weitblick bei bestimmten Spitzenfunktionären in unserer Partei haben das 0,3 % Desaster verursacht.“

Vor allem die nordrhein-westfälische Landesvorsitzende nimmt er ins Visier. Nur sie habe die REP-Landesliste noch zurückziehen können. Dies sei aber „allein aus Reaktion auf ihre Niederlage beim Bundesparteitag“ leider nicht zu erwarten gewesen. Stritter: „Ihr Handeln ist von persönlichen Eitelkeiten geprägt und hat nichts mit einer Politik für deutsche Interessen zu tun.“ Eine Spitzenkandidatin und Landesvorsitzende, die in ihrem eigenen Wahlkreis gerade einmal 0,1 Prozent erziele, es über Jahre hinweg nicht schaffe, arbeitsfähige Strukturen aufzubauen, und keine Notwendigkeit erkennen könne, die dringend notwendige politische Erfahrung im Kommunalparlament zu sammeln, habe keinen realen Anspruch, Politik zu gestalten.

Der REP-Vize kündigte an, dass noch in diesem Monat Gespräche zwischen „pro NRW“ und „Republikanern“ über eine mögliche Zusammenarbeit aufgenommen werden sollen. Stritter sagte, der neue Bundesvorstand der Republikaner habe eine Projektgruppe eingesetzt mit der Aufgabe „der Auslotung von Kooperationsmöglichkeiten und der Prüfung der Voraussetzungen für Fusionen“. Insbesondere im Hinblick auf die Berlin-Wahl könne eine derartige Kooperation greifen. Voraussetzung für einen Erfolg in der Bundeshauptstadt sei jedoch „eine rechtsdemokratische Wahlplattform unter einem unverbrauchten und griffigen Namen“. (ts)

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