DN/BO: NPD-Störmanöver gegen „pro NRW“

Posted on 8. Mai 2010 von


Düren/Bochum – Kurz vor der Landtagswahl wollen NPDler aus Düren und Bochum im innerrechten Wettstreit mit „pro NRW“ noch einmal für Verwirrung sorgen.

Die Dürener NPD berichtete am Freitag, „Pro-Aktivisten“, genauer: „die Angehörigen des Kreisvorstandes von Pro-Düren“, seien am Freitag mit dem Wahlkampfmobil der NPD unterwegs gewesen. Und nicht nur das: Sie hätten auch deutlich gemacht, dass „es am 9. Mai für alle aufrechten Deutschen, denen das Wohl ihrer Heimat und damit eine Veränderung der lange schon unhaltbar gewordenen Zustände am Herzen liegt, nur eine einzige wählbare Alternative auf dem Stimmzettel gibt“: selbstredend die NPD.

Es folgt das bekannte Klagelied der NPD über die Konkurrenz im Bereich der extremen Rechten, dargestellt diesmal als Äußerung jener „Pro-Aktivisten“: Der Wahlantritt von „pro NRW“ sei „von vorneherein zum Scheitern verurteilt“, er verfolge das Ziel, „den Durchbruch der einzig wahren nationalen Oppositionspartei zu behindern und die Unzufriedenheit der Wähler in falsche weil systemkonforme Bahnen zu lenken“. „Pro NRW“ schrecke „selbst vor einem Kniefall vor Funktionären der Türkenpartei CDU nicht zurück“; die Partei stelle Philosemitismus zur Schau.

Wer oder was dieses „Pro-Düren“ sein soll, wird nicht mitgeteilt. Suggeriert werden soll aber, dass es sich um „pro NRW“-Abtrünnige handelt.

Inspiriert wurde die Dürener NPD um ihren Kreisvorsitzenden Ingo Haller womöglich durch eine Meldung, die der NPD-Kreisverband Bochum und Wattenscheid vor vier Tagen in die Welt twitterte. „Die Bürgerinitiativen Pro Wattenscheid e.V. und Pro Bochum e.V. rufen zur Wahl der NPD auf“, hatte es in der Mitteilung kurz und knapp geheißen.

„Pro Wattenscheid“ und „Pro Bochum“ gab oder gibt es wirklich: Vor etwas mehr als zwei Jahren hatten lokale NPD-Funktionäre Vereine mit diesen Namen gegründet und beim Amtsgericht eintragen lassen. Sie wollten damit Versuche der Rechtspopulisten um Markus Beisicht ausbremsen, sich ähnlich wie im Fall „Pro Gelsenkirchen“ als lokale Filiale der „Bürgerbewegung“ und unter Nennung des jeweiligen Städtenamens landesweit auszudehnen. (ts)

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