BO/HER: DP will „Freiheit für Wattenscheid & Wanne-Eickel“

Posted on 7. April 2010 von


Bochum/Herne – Die „Deutsche Partei“ (DP), die mangels Unterstützungsunterschriften erst ihre Landesliste für die Landtagswahl zurückziehen und dann auch noch auf einen ihrer beiden vorgesehenen Direktkandidaten verzichten musste, hat „20 Punkte für Nordrhein-Westfalen“ vorgeschlagen – ein, wie es im Untertitel heißt „Landtagswahlprogramm der DP für Wahlkreis 109“.

Nur dort, im Wahlkreis Bochum III – Herne II, wird die DP auf den Stimmzetteln zu finden sein. Ihr Landesvorsitzender Michael Fischer tritt als Direktkandidat an. Sein Landesverband, dessen Vorstand immerhin mit Michael und Pia Fischer (beide Bochum) sowie Dirk Polster (Münster) aus drei Mitgliedern besteht, hat nun stichwortartig Programmatisches zu Papier gebracht.

Das wirkt nicht selten skurril. So meint die DP, die Politiker-Diäten von „normalen Abgeordneten“ müssten „streng gekürzt werden“, und verrät auch wie streng: „bis auf Nebenjob-Niveau“. Ob damit ein 400-Euro-Job gemeint ist oder wo die DP die Grenze ziehen würde, wird nicht verraten. Auf jeden Fall aber müsse eine „Politik-Karriere“ ein Ehrenamt sein und „keine eigene Bereicherung“.

Einerseits sollen „normale“ Politiker also weniger Geld bekommen, andererseits aber dafür entschieden mehr arbeiten: „Zudem bedarf es nicht pro Wahl einen eigenen Abgeordneten“, holpern die DP-Programmatiker sprachlich vor sich hin. Gemeint ist: „Der gewählte Vertreter kann seinen Wahlkreis sowohl im Stadtrat, im Landtag und auch im Bundestag vertreten.“

Und ein weiteres Alleinstellungsmerkmal hat das DP-Trüppchen entdeckt. „Freiheit für Wattenscheid & Wanne-Eickel!“, fordert sie nicht nur im Wahlprogramm, sondern auch mit zwei Plakatmotiven. Die beiden geschichtsreichen Gemeinden müssten die Stadtrechte zurückerhalten: „Weder Wanne-Eickel gehört zu Herne, noch Wattenscheid zu Bochum.“ (ts)

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