NRW: Rechte „Wahlpsychologie“

Posted on 3. April 2010 von


Düsseldorf – Nach der Entscheidung des Landeswahlausschusses über die Zulassung der Landeslisten freut sich die NPD über die gute Platzierung auf den Stimmzetteln. „Pro NRW“ sieht sich in der Konkurrenz der kleinen Parteien hingegen im Vorteil, weil es gelang, vergleichsweise viele Direktkandidaten aufzustellen. Und die „Republikaner“ formulieren schon einmal ein Wahlziel.

An der fünften Stelle des Stimmzettels ist die NPD zu finden*, direkt hinter CDU, SPD, Grünen, FDP und sogar noch vor der Partei Die Linke. „Damit stehen die Nationaldemokraten auch vor allen ,rechten’ Konkurrenzparteien gut sichtbar im oberen Bereich des Stimmzettels“, sieht man sich bei der NPD im „wahlpsychologischen Vorteil“ und verweist darauf, dass die „politisch halbtoten Republikaner“ erst auf Platz 7 und die „Schaumschläger-Partei ProNRW“ gar auf Platz 21 „im Meer der ,Sonstigen’“ stehen würden.

„Pro NRW“ hingegen weist darauf hin, dass man 53 Direktkandidaten aufbieten könne. Dadurch werde man sich „in fast der Hälfte aller Direktwahlkreise“ deutlich und auch schon optisch „von den zahlreichen Splittergruppierungen und Kleinstparteien abheben, die auch mit einer eigenen Landesliste antreten“.

Die „Republikaner“ gaben nach der Entscheidung über die Zulassung ihrer Liste schon einmal ein Wahlziel aus – aber ohne sich auf eine angestrebte Prozent-, oder besser: Promillezahl festzulegen. „Als Ziel wird die Behauptung des Listenplatzes 7 angestrebt“, hieß es nach der „Ruhrgebietskonferenz“ der Partei am Mittwoch in Recklinghausen. Die Mitglieder seien motiviert, „diesen Platz zu verteidigen bzw. die Platzierung zu verbessern“. Konkret bedeutet das: Die „Republikaner“ wären damit zufrieden, wenn sie nicht durch „Piraten“, ÖDP, Tierschutzpartei, Familien-Partei oder Rentner-Partei etc. überholt würden. (ts)

* Die ersten 15 Parteien auf den Stimmzetteln standen auch 2005 zur Wahl. Sie erscheinen auf den Stimmzetteln in der Reihenfolge der damals landesweit errungenen Stimmen. Die übrigen Parteien schließen sich daran an; die Reihenfolge richtet sich danach, wann ihr Landeslistenvorschlag bei der Landeswahlleiterin eintraf.

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