Lesetipp: Neue Informationsbroschüre zu „pro NRW“

Posted on 24. März 2010 von


Die Arbeitsstelle Neonazismus der Fachhochschule Düsseldorf hat im Auftrag des AK Ruhr und der LAGA NRW eine aktualisierte Neufassung der Expertise „Rechtspopulismus in Gestalt einer Bürgerbewegung“ erstellt:

http://www.arbeitsstelle-neonazismus.de/news/93_Expertise_ArbeitsstelleNeonazismus23032010.pdf
Mit rechtspopulistischen Kampagnen gegen Muslime versucht die so genannte „pro“-Bewegung, eine Wahlgruppierung der extremen Rechten, in der heißen Wahlkampfzeit Stimmung zu machen. So kündigte „pro NRW“ zum kommenden Wochenende eine „Anti-Minarett-Konferenz“ in Gelsenkirchen sowie einen „Sternmarsch“ zur Merkez-Moschee in Duisburg-Marxloh an. Mit solchen Inszenierungen wird an einer Eskalationsschraube mit dem Ziel gedreht, daraus politisch Kapital zu schlagen.

In der kommunalen politischen Debatte herrscht oftmals Unklarheit über die genaueren Hintergründe und Propagandamethoden dieser Rechtsaußengruppierung vor. Daher nahm sich die Landesarbeitsgemeinschaft der Migrantenvertretungen in NRW (LAGA NRW) des Themas an und bat die Arbeitsstelle Neonazismus der Fachhochschule Düsseldorf um eine Expertise über die „pro“-Bewegung in Form einer Broschüre. Die Broschüre fand weite Verbreitung in den Kommunen.

Der Arbeitskreis Ruhr gegen rechtsextreme Tendenzen bei Jugendlichen (AK Ruhr), dem weit über 50 kommunale Jugendämter, öffentliche Einrichtungen, Organisationen und Vereine angehören, nahm sich deshalb im Vorfeld der Landtagswahlen in NRW erneut des Themas an und bat die Arbeitsstelle Neonazismus um eine aktualisierte Neufassung der Expertise, die nun vorliegt.

Hierzu Tayfun Keltek, Vorsitzender der LAGA NRW: „Aufklärung über die Hintergründe dieser rechtspopulistischen Kampagnen ist dringend geboten. Denn gerade im Wahlkampf muss deutlich gemacht werden, wie die extreme Rechte versucht, auf dem Rücken von Minderheiten auf Stimmenfang zu gehen!“ Alexander Häusler, wissenschaftlicher Mitarbeiter der „Arbeitsstelle Neonazismus“, erklärt: „Hiermit möchten wir in komprimierter und leicht verständlicher Form eine aktuelle Hilfestellung für die konkrete Aufklärung über rechtspopulistische und kulturrassistische Kampagnen von Rechtsaußen in den Kommunen bieten.“

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