SU: Ehemaliger „pro NRW“-Vize: „Viel Schaumschlägerei in dieser Partei“

Posted on 9. Februar 2010 von


Troisdorf – Dieter Danielzick, einst „Generalsekretär“ der rechten Kleinstpartei „Ab jetzt… Bündnis für Deutschland“, dann  stellvertretender Vorsitzender von „pro NRW“ und inzwischen parteiloser Landtagskandidat der „Deutschen Partei“, rechnet mit „pro“-Chef Markus Beisicht und der Führungsclique der selbsternannten „Bürgerbewegung“ ab.

Nachdem er bei „pro NRW“ zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt worden sei, habe er sehr schnell feststellen müssen, „dass hier nur eine Meinung zählt, und dass ist die des Parteivorsitzenden“, erklärte er jetzt in einem Interview auf der Homepage der DP. Als Vorstandsmitglied bei „pro NRW“ habe man lediglich „eine Statistenrolle, die nur auf dem Papier besteht“. Da er sich erlaubt habe, Beisicht „in seiner Art der Parteiführung massiv zu kritisieren, und seine ,Anti-Islam’-Kampagnen als Flop“ bezeichnet habe, sei er aus der Partei geschmissen worden. Er habe „pro“ schließlich trotz seines Einspruchs gegen den Ausschluss verlassen.

Vor einigen Tagen war Danielzick auf einer extrem rechten Internetseite ausführlicher auf seine Zeit bei „pro NRW“ eingegangen. Er gehe davon aus, dass Beisicht den Beschluss für seinen Rauswurf „mal wieder allein gefasst hat“, schrieb er dort. Danielzick: „Nach Rücksprache mit einigen Mitgliedern des Präsidiums wußte keiner was davon.“ Alles in allem könne man „von viel Schaumschlägerei in dieser Partei ausgehen, ohne jegliches Konzept“. Er sei als stellvertretender Vorsitzender „bei allen öffentlichen Auftritten vom Beisicht und seinen Vasallen einfach ignoriert“ worden. In der Partei seien nur „Abnicker“ gefragt. Wirklich zählen würden nur Beisicht, die Kölner Fraktionsvorsitzende Judith Wolter, „pro NRW“-Generalsekretär Markus Wiener und „dreimal Schöppe“ – gemeint sind Daniel, Bernd und Martin Schöppe, die alle drei dem „pro NRW“-Vorstand angehören. Danielzick: „Alle anderen sind nur Wasserträger, die je nach bedarf ausgetauscht werden.“

Danielzick kandidiert als Listenzweiter auf dem Ticket der „Deutschen Partei“ bei der Landtagswahl am 9. Mai – falls die DP die erforderlichen Unterstützungsunterschriften beibringen kann. Außerdem soll der Ex-„pro“-Funktionär als Direktkandidat der DP im Wahlkreis 28 Rhein-Sieg-Kreis IV antreten, der Siegburg, Troisdorf und Niederkassel umfasst. (ts)

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